Albert Weisgerber gilt als der bedeutendste Vertreter der Klassischen Moderne, den das Saarland je hervorgebracht hat. Am Samstag, 9. Mai, rückt seine Geburtsstadt St. Ingbert den Maler anlässlich des bundesweiten Tags der Städtebauförderung 2026 in den Mittelpunkt – mit zwei kostenlosen Stadtführungen, die Kunst, Biografie und Stadtgeschichte miteinander verweben.
Unter dem Titel „Albert Weisgerber und St. Ingbert: Seine Stadt – Sein Museum“ nimmt Stadtführer Klaus Friedrich Interessierte mit auf eine rund zweistündige Entdeckungstour durch die Innenstadt. Der erste Rundgang beginnt um 9.30 Uhr am Rathaus, Am Markt 12, Eingang Marktplatz. Von dort geht es durch die Straßen und Gassen bis zur Alten Baumwollspinnerei, wo derzeit das neue Albert-Weisgerber-Museum entsteht. Gegen 11 Uhr endet die Tour im Hof der Musikschule – passend zum Start des dortigen Tags der offenen Tür.
Der zweite Rundgang setzt um 12 Uhr am Parkplatz Alte Bahnhofstraße 9 ein und führt von der Musikschule in die Fußgängerzone. Beide Touren bewegen sich zwischen Rathaus, Fußgängerzone und dem Gelände der Baumwollspinnerei, vorbei an markanten Stationen ebenso wie an eher verborgenen Winkeln, die eng mit Weisgerbers Lebensweg verknüpft sind. Am Nachmittag ergänzen zudem zwei Baustellenführungen in der Baumwollspinnerei das Programm rund um den Tag der Städtebauförderung.
Albert Weisgerber wurde 1878 in St. Ingbert geboren und machte sich in München einen Namen weit über die Region hinaus. Sein künstlerisches Schaffen fiel in die Epoche der Belle Époque, die auch das Stadtbild seiner Heimat nachhaltig prägte – und bis heute sichtbar geblieben ist. 1915 fiel Weisgerber im Ersten Weltkrieg, doch sein Werk und sein Erbe wirken in St. Ingbert fort. Die geplante Museumseröffnung in der Alten Baumwollspinnerei soll diesem Erbe einen dauerhaften Ort geben.
Wer die Innenstadt durch Weisgerbers Augen neu kennenlernen möchte, kann sich telefonisch unter (06894) 13-733 oder per E-Mail an tourismus@st-ingbert.de anmelden. Die Teilnahme an beiden Rundgängen ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung aus organisatorischen Gründen jedoch erwünscht. Der Tag der Städtebauförderung bietet damit in St. Ingbert gleich mehrere Gelegenheiten, den Wandel der Stadt hautnah zu erleben – von der offenen Musikschule über die Baustelle des künftigen Museums bis hin zu einem Spaziergang, der Vergangenheit und Zukunft auf wenigen Hundert Metern zusammenführt.






















