Mit einem mehr als 30 Seiten starken Grundsatzpapier will die CDU St. Wendel die politische Richtung für die Kreisstadt bis 2030 vorgeben. Auf ihrem Delegiertentag verabschiedete der Stadtverband den Leitantrag unter dem Titel „Unsere Heimat. Unsere Zukunft. Unsere Verantwortung.“ – ein Dokument, das nach eigenem Verständnis weit mehr sein soll als ein Wahlprogramm oder eine Sammlung einzelner Forderungen.
„Dieser Leitantrag ist unser Zukunftsplan für St. Wendel. Wir wollen unsere Stadt mit klaren Prioritäten, Verlässlichkeit und einem langfristigen Blick weiterentwickeln“, sagte der Vorsitzende des CDU Stadtverbandes, Alex Zeyer. Es gehe ausdrücklich nicht um Symbolpolitik oder kurzfristige Schlagzeilen, sondern um „konkrete und tragfähige Perspektiven für unsere Heimat“.
Thematisch spannt das Papier einen weiten Bogen. Wirtschaftskraft und Gewerbeflächenentwicklung stehen ebenso darin wie die Modernisierung der Innenstadt – insbesondere rund um die Bahnhofstraße –, der Ausbau von Wohngebieten und Investitionen in Schulen sowie Sportstätten. Darüber hinaus widmet sich der Leitantrag Fragen der Sicherheit und Sauberkeit, dem Tourismus, dem Stadtmarketing und der Digitalisierung der Verwaltung. Auch nachhaltige Stadtentwicklung und die Stärkung des Ehrenamts finden darin ihren Platz.
Einen besonderen Akzent setzt die CDU auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kommune. Nur auf einer soliden finanziellen Grundlage ließen sich Investitionen in Straßen, Kultur, Vereine und soziale Infrastruktur dauerhaft absichern, heißt es in dem Beschluss. Wirtschaftliche Stärke wird damit als Voraussetzung für nahezu alle anderen Vorhaben definiert – von der Bildungspolitik bis zur Lebensqualität in den Stadtteilen.
Auffällig ist der Anspruch, über die Kernstadt hinaus alle 16 Stadtteile in die strategischen Überlegungen einzubeziehen. Eine ausgewogene Entwicklung der gesamten Kommune mit moderner Infrastruktur und starken Ortsteilen sei das erklärte Ziel. Damit reagiert der Stadtverband auf eine Debatte, die in vielen Kommunen geführt wird: die Frage, ob Investitionen vor allem dem Zentrum zugutekommen oder ob auch die Peripherie profitiert.
Bewusst versteht die CDU ihr Papier nicht als abgeschlossenes Werk. In den kommenden Monaten sollen thematische Veranstaltungen, Gesprächsrunden und Workshops folgen, bei denen Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen und Fachleute ihre Ideen einbringen können. „Kommunalpolitik funktioniert nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Deshalb wollen wir bewusst den Dialog suchen und die Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Weiterentwicklung unserer Stadt beteiligen“, betonte Zeyer. St. Wendel habe enormes Potenzial, das man gemeinsam weiter entfalten wolle.
Der vollständige Leitantrag ist auf der Internetseite des CDU Stadtverbandes St. Wendel einsehbar.


















