Anlässlich des Antrittsbesuchs des neuen DB-Konzernbevollmächtigten Ismail Ertug trafen sich Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer, Ortsvorsteherin Irene Kaiser, Esra Limbacher, Jennifer Sauer, Sevim Kaya-Karadağ und Franziska Fiack zu einem Gesprächstermin. — Foto: Thomas Bastuck
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Der St. Ingberter Bahnhof steht vor einem Umbruch – und dieser Wandel wird zunehmend zur Chefsache. Bei einem Vor-Ort-Termin haben Vertreter der Stadt, der Deutschen Bahn sowie Abgeordnete aus Bund und Land über die Zukunft des Verkehrsknotens und sein bauliches wie soziales Umfeld beraten. Im Zentrum: Sicherheit, Sauberkeit, Aufenthaltsqualität und vor allem die Frage, wie aus dem Gebäude wieder ein würdiges Eingangstor zur Stadt werden kann.

Am Gespräch nahmen unter anderem der neue Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Ismail Ertug, Bundestagsabgeordneter Esra Limbacher, Landtagsabgeordnete Sevim Kaya-Karadağ sowie Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer teil. Begleitet wurde die Runde von Ortsvorsteherin Irene Kaiser, Jennifer Sauer als Leiterin des Bahnhofsmanagements Saarbrücken, Daniel Große als Assistent des Konzernbevollmächtigten und Franziska Fiack, die in der Stadtverwaltung die Abteilung Sicherheit und Bevölkerungsschutz leitet. Anlass war zugleich der Antrittsbesuch Ertugs in der Mittelstadt.

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Dass Handlungsbedarf besteht, blieb in der Runde unstrittig. Die baulichen Defizite, die ungenutzten Flächen im Inneren sowie die Sauberkeit im direkten Umfeld stehen seit Jahren in der Kritik. Beide Seiten – Stadt wie Bahn – räumten ein, die Herausforderungen genau zu kennen. Auch die Wahrnehmung des Bahnhofs als Visitenkarte St. Ingberts wurde offen angesprochen.

Die Stadt nutzte den Termin, um an ihr mehrfach unterbreitetes Angebot zu erinnern, das Bahnhofsgebäude zu einem symbolischen Preis von der DB anzumieten und so die Entwicklung selbst in die Hand nehmen zu können. Bislang habe der Konzern dies abgelehnt. Gleichwohl signalisierte die Bahn nun erneut Gesprächsbereitschaft und verwies auf laufende Prüfungen sowie mögliche Entwicklungsschritte. Ziel sei es, realistische Perspektiven auszuloten und gemeinsam zu klären, welche Verbesserungen sich tatsächlich umsetzen lassen.

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Welches Gewicht der Standort künftig tragen wird, machte Oberbürgermeister Meyer mit Blick auf zwei Großentwicklungen deutlich. „Die Sanierung des St. Ingberter Bahnhofs ist für unsere Stadt von zentraler Bedeutung. Schon heute ist der Bahnhof ein wichtiger Ankunftspunkt – und mit dem Aufstieg der SV Elversberg in die 1. Bundesliga wird St. Ingbert für viele anreisende Fußballfans zum Eingangstor in die Region, verbunden mit dem entsprechenden Shuttleservice“, so Meyer. Hinzu komme die Ansiedlung des CISPA-Forschungszentrums und des CISPA Innovation Campus, durch die künftig mehr als 2.500 Menschen in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs arbeiten werden.

Für all diese Nutzergruppen, betonte Meyer, zähle der erste Eindruck: „Der Bahnhof ist das Gesicht unserer Stadt.“ Damit verknüpft sich die Sanierungsfrage unmittelbar mit den großen wirtschaftlichen und sportlichen Entwicklungen, die St. Ingbert in den kommenden Jahren prägen werden – vom Pendlerverkehr über den Tourismus bis zum hochqualifizierten Forschungsumfeld.

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Stadt und Bahn wollen den begonnenen Dialog fortsetzen und die nächsten Schritte miteinander abstimmen. Das Treffen am Gleis soll dabei mehr sein als ein Pflichttermin: Es ist als Startpunkt eines Prozesses gedacht, der den Bahnhof aus seinem Dornröschenschlaf holen und ihm jene Funktion zurückgeben soll, die er für eine wachsende Stadt längst wieder einnehmen müsste.

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