Drei Tage ohne Bildschirm, dafür mit Lagerfeuer, Fährtensuche und selbst gebautem Bogen: Wer die Natur im Biosphärenreservat Bliesgau einmal ganz anders erleben möchte, bekommt Anfang August die Gelegenheit dazu. Vom 7. bis 9. August lädt ein Wildniscamp am Pfälzerwald-Vereins-Haus am Turnplatz in Kirkel dazu ein, den Kirkeler Wald von seiner ursprünglichsten Seite kennenzulernen.
Geleitet wird das Camp vom Wildnispädagogen Thomas Stalter, der gemeinsam mit zwei Fachleuten der Wildnisschule Fuchsspur durch das Programm führt. Zwei Nächte verbringen die Teilnehmenden in eigenen, mitgebrachten Zelten – mitten in der Natur, aber stets in der Gruppe. Der Grundgedanke: Wie lebt und überlebt man im Wald? Und zwar achtsam, respektvoll und im Miteinander.
Der Tag führt vor allem in den Wald hinein. Dort geht es darum, der Vogelsprache zu lauschen, Federn und Baumarten zu bestimmen und essbare wie giftige Pflanzen auseinanderzuhalten. Stalter und seine Kollegen zeigen zudem, wie sich Wildwechsel und Fährten von Wildschwein, Reh oder Hase aufspüren lassen. Auch praktisches Überlebenswissen steht auf dem Plan: das Auffinden von Notnahrung und die Aufbereitung von Trinkwasser.

Zurück im Camp übernimmt die sogenannte Lagerfeuerküche das Kommando. An jedem Abend werden Grill und Leckereien gerichtet, bei denen alle mitschnippeln und sich einbringen dürfen. Danach entsteht auf der Wildwiese ein Bogen samt Pfeilen, es werden essbare Brennnesselchips zubereitet oder man entspannt einfach in einer Laubhütte. Wer möchte, baut mit den Fachleuten sogar einen Rucksack, der sich zugleich als Schlafzelt nutzen lässt.
Die Abende gehören dem Feuer. Zur Einführung in die Wildnispädagogik kommen eine Indianerzeremonie und gemeinsames Musizieren mit der Gitarre hinzu. Mit der Dunkelheit beginnt die Nachtruhe in den Zelten. Am letzten Tag geht der Abbau vermutlich schnell von der Hand – und die Teilnehmenden kehren mit einem Schatz an Erinnerungen nach Hause zurück.

Im Preis enthalten sind die erlebnispädagogische Betreuung an allen Tagen, die Verpflegung aus regionalen Produkten, sämtliche Materialien und Werkzeuge sowie die Vermittlung von Nachhaltigkeit in der Biosphäre. Erwachsene zahlen 145 Euro, Kinder zwischen acht und zwölf Jahren 115 Euro. Treffpunkt ist am Freitag um 10 Uhr am Pfälzerwaldhaus in Kirkel, das Camp endet am Sonntag gegen 16 Uhr.
Anmeldungen sind bis zum 4. August möglich. Weitere Informationen gibt es bei der Saarpfalz-Touristik unter der Telefonnummer (0 68 41) 104-71 74 oder per E-Mail an touristik@saarpfalz-kreis.de.


















