Foto: Webenheimer Bauernfest / Daniel von Hofen
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Zwischen 80.000 und 90.000 Menschen strömten in diesem Sommer nach Webenheim – und trotz drückender Hitze zum Auftakt und wechselhaftem Wetter an einzelnen Tagen fällt das Fazit des Reitervereins Bliestal am Ende deutlich positiv aus. Neun Festtage, zwei Ruhetage und ein stimmungsvolles Abschlussfeuerwerk: Das Webenheimer Bauernfest 2026 hat einmal mehr gezeigt, welche Anziehungskraft das Volksfest weit über die Ortsgrenzen hinaus besitzt.

Andreas Oesch, Vorsitzender des Reiterverein Bliestal e.V.
Foto: Webenheimer Bauernfest / Daniel von Hofen

„Von den Besucherzahlen her bin ich am Schluss sehr zufrieden“, sagt Andreas Oesch, Vorsitzender des veranstaltenden Reitervereins Bliestal. Der Start sei aufgrund der Hitze etwas verhalten verlaufen, auch der zweite Freitag habe unter der Wetterlage gelitten. Doch im Verlauf der Festwoche kippte die Stimmung ins Positive. Vor allem der Familientag, der zweite Festsonntag und das große Feuerwerk am Ende zogen die Massen an. Ähnlich klang es von Seiten der Schausteller. Auch sie beschrieben einen schwierigen, wetterbedingten Auftakt, dem ein spürbar besseres zweites Wochenende folgte. Zwar blieb das Gesamtergebnis leicht unter dem Vorjahr, doch mit dem Verlauf zeigte man sich im Großen und Ganzen einverstanden.

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Dass ein Fest dieser Größenordnung Flexibilität verlangt, bewies das Wochenende in der Mitte der Festzeit. Das für den zweiten Samstag geplante Ballonglühen fiel dem Wetter zum Opfer. Kurzerhand entschied sich das Organisationsteam für eine Feuershow als Ersatz – und bot den Gästen so trotz widriger Bedingungen einen besonderen Programmpunkt. Am Montagabend setzte dann das große Abschlussfeuerwerk den stimmungsvollen Schlusspunkt unter elf Tage Trubel.

Gerade die letzten Festtage machten deutlich, wie viele Gäste aus Blieskastel, dem Saarpfalz-Kreis und der gesamten Region den Weg auf den Festplatz und ins Festzelt fanden. Das Bauernfest verbindet seit Jahren klassische Festplatzatmosphäre mit Landwirtschaft, Musik und Vereinsleben. Auch 2026 gehörten Bauernmarkt, Fahrgeschäfte, Gastronomie und landwirtschaftliche Programmpunkte fest zum Bild.

Mit dem letzten Feuerwerk endet für den Verein die Arbeit allerdings noch lange nicht. In den Tagen danach stehen Abbau und Rückbau an: Werbebanner, Bauzäune, der vereinseigene Getränkestand und Teile der Infrastruktur müssen verschwinden, die Vereinsanlage und der Festplatz kehren Schritt für Schritt in ihren gewohnten Zustand zurück. Und die Pause bleibt kurz. Erste Bewerbungen von Schaustellern für das kommende Jahr liegen bereits vor und werden nun gesichtet.

Besonders hebt Oesch den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer hervor. Der Reiterverein Bliestal zählt rund 300 Mitglieder und kann für das Fest auf einen festen Stamm von etwa 50 Helfern aus dem reiterlichen Bereich sowie weitere 20 bis 30 Freiwillige zurückgreifen. Hinzu kommen die Freiwilligen Feuerwehren Webenheim und Mimbach, der DRK-Ortsverein Blieskastel und die Straußjugend. Den Parkdienst übernimmt die Mimbacher Wehr seit Jahrzehnten. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Blieskastel, Bürgermeister Bernd Hertzler und dem Bauhof habe erneut gut funktioniert.

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Als wichtiges Signal für die Zukunft wertet der Verein sein junges Organisationsteam, das inzwischen viele Aufgaben verantwortet und dabei eng mit erfahrenen Kräften zusammenarbeitet. „Wir sind ein junges Team, das Bock darauf hat und das machen will“, sagt Oesch. In Zeiten, in denen viele Vereine kaum noch Helfer für Feste gewinnen, sei dieses Engagement alles andere als selbstverständlich. So bleibt das Webenheimer Bauernfest nicht nur eines der großen Volksfeste im Saarland, sondern auch ein Beispiel dafür, was Ehrenamt und regionale Verbundenheit gemeinsam schaffen können.

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