Symbolbild
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Wenn die Temperaturen in den Innenstädten klettern, wird aus einer Klimafrage schnell eine Gesundheitsfrage. Genau diesen Zusammenhang rücken die Homburger Grünen am Mittwoch, 24. Juni, in den Mittelpunkt eines öffentlichen Themenabends. Unter dem Titel „Gemeinsam für die Gesundheit im Zeichen des Klimawandels“ lädt der Stadtverband ab 19 Uhr ins Bistro 1680 am historischen Marktplatz ein.

Es ist der zweite Abend der Reihe „Die Zukunft in Homburg gestalten!“. Für die Sprecherin und den Sprecher des Stadtverbandes, Katrin Lauer und Andreas Filler, steht dabei eine klare Botschaft im Vordergrund: „Der Klimawandel betrifft längst nicht mehr nur Umwelt- und Naturschutzfragen, sondern zunehmend auch unsere Gesundheit und Lebensqualität in den Städten.“ Man wolle konkrete Maßnahmen für eine klimaangepasste, lebenswerte Stadt vorstellen, betonen beide – „denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“.

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Den Auftakt macht Anne-Lorraine Ring, ehemalige Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Zweibrücken. Sie nimmt das Publikum mit auf einen virtuellen Spaziergang durch die Zweibrücker Innenstadt und zeigt an zwölf sogenannten Klimastationen, wie sich Kommunen gegen die Folgen heißer Sommer wappnen können. Dach- und Fassadenbegrünungen gehören dazu, ebenso Baumpflanzungen, Trinkwasserbrunnen, wasserdurchlässige Beläge und eine hitzeangepasste Stadtgestaltung.

Besonders eindrücklich dürfte der Vergleich versiegelter und begrünter Flächen werden: Wärmebildaufnahmen aus der Zweibrücker Innenstadt machen sichtbar, wie stark sich Beton und Pflanzen an einem heißen Sommertag im Stadtklima unterscheiden. Ring wird zudem offen ansprechen, wo die Grenzen kommunaler Anpassung liegen und welche Herausforderungen bleiben.

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Den Blick auf die Saarpfalz-Metropole richtet anschließend Andrea Lippmann, Klimaschutzmanagerin der Stadt Homburg. Sie zieht Bilanz, was vor Ort bereits umgesetzt wurde, und erläutert, wie natürlicher Klimaschutz Homburg widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen machen kann. Zur Sprache kommen die digitale Mitmach-Karte der „kühlen Orte“, die Anlaufpunkte für Abkühlung bündelt, laufende Entsiegelungsprojekte sowie Wege, wie auch private Haushalte einen Beitrag leisten können.

Den medizinischen Blickwinkel steuert Dr. Andrea Oest bei, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapie und Naturheilverfahren aus Homburg und Mitglied der Initiative „Health For Future“. Im Zentrum ihres Vortrags stehen die gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitzewellen – und die Frage, wer besonders gefährdet ist. Chronisch Kranke, Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Beschäftigte im Freien zählt sie zu den Risikogruppen.

Konkret will Oest zeigen, wie sich Wohnräume kühl halten lassen, worauf bei Trinkmenge und Medikamenten zu achten ist und an welchen Warnzeichen man eine gefährliche Hitzebelastung erkennt. Auch was im Körper bei extremer Hitze geschieht, wie nachbarschaftliche Hilfe funktioniert und welche Rolle Warnsysteme, Hitzeaktionspläne und UV-Schutz spielen, wird Thema sein.

Die Veranstalter betonen, dass der Abend bewusst niedrigschwellig angelegt ist. Vorkenntnisse sind nicht nötig, eingeladen sind alle, die sich für Klimaanpassung, Stadtentwicklung und Gesundheit interessieren. Im Anschluss an die Vorträge soll Raum für Fragen und einen offenen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern bleiben.

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