Wie erkenne ich, ob eine Situation wirklich gefährlich wird? Und wenn ja: Wie wehre ich mich effektiv? Antworten auf genau diese Fragen bekommen Frauen und Mädchen ab 14 Jahren ab dem 8. Oktober 2026 im „Haus der Begegnung“ in Homburg-Erbach. Das Mehrgenerationenhaus in der Spandauer Straße 10 startet dann einen Selbstverteidigungskurs unter dem Motto „Sicher durch die dunkle Jahreszeit – Selbstverteidigung beginnt im Kopf“.
Der Kurs fügt sich ein in die landesweiten „Orange Days“, die im November unter dem Leitsatz „Stoppt Gewalt gegen Frauen“ mit Aktionen und Vorträgen auf das Thema aufmerksam machen. Hintergrund ist eine Entwicklung, die viele Frauen verunsichert: In immer mehr Lebensbereichen wächst die Gewaltbereitschaft, und mit ihr steigt die Zahl der Betroffenen.
Genau diese Verunsicherung will der Kurs auffangen. Statt bei abstrakter Angst stehenzubleiben, geht es um konkretes Handeln. Wie ernst ist eine bedrohliche Lage wirklich? Wann sollte man reagieren – und wie? Und was taugen Hilfsmittel wie Pfefferspray tatsächlich? Vermittelt werden dabei nicht nur Grundlagen zur Selbstbehauptung, sondern auch einfache Techniken, die sich leicht erlernen lassen.
Geleitet wird das Angebot von einer lizenzierten Trainerin des Saarländischen Ju-Jutsu-Verbandes, mit dem das Haus der Begegnung für den Kurs kooperiert. Sie bringt Erfahrung aus der Praxis mit: An der Justizvollzugsschule der Länder Saarland und Rheinland-Pfalz arbeitet sie als Lehrreferentin für Eigensicherung. Ihr Ziel ist es, jeder Teilnehmerin ein Handlungsrepertoire mitzugeben, das zu ihren individuellen Möglichkeiten passt – damit sie auf jeden Angriff die passende Abwehr parat hat.

Der Kurs beginnt am Donnerstag, 8. Oktober 2026, um 18.30 Uhr und umfasst zehn Abende, jeweils donnerstags von 18.30 bis 20 Uhr. Für Erwachsene kostet die Teilnahme 75 Euro, Schülerinnen und Studentinnen zahlen 55 Euro. Ergänzt wird das Programm durch einen Info-Abend mit der Opferschutzbeauftragten der Polizei, die für Fragen rund um Gewaltprävention, Opferschutz und Hilfsangebote für Betroffene bereitsteht.
Anmeldungen und weitere Informationen gibt es bei Patricia Delu unter der Telefonnummer 06841/934 99 22 oder per E-Mail an hdbhomburg-erbach@web.de. Wer sich kurzfristig entscheidet, kann sich auch noch am ersten Kursabend anmelden.



















