Was viele nur als lästiges Sommerphänomen kennen, entwickelt sich zunehmend zu einem ernsten Gesundheitsthema. Stechmücken tragen Erreger in sich, deren Verbreitung eng mit den Bedingungen ihrer Lebensräume zusammenhängt – und genau diese Bedingungen verändern sich durch den Klimawandel spürbar. Die Biosphären-VHS St. Ingbert greift diese Entwicklung nun in einem Vortrag auf, für den noch Anmeldungen möglich sind.
Am Mittwoch, 2. September, um 18 Uhr, spricht Dr. med. Franziska Roth über den Einfluss des Klimawandels auf vektorübertragene Infektionskrankheiten. Veranstaltungsort ist die Rohrbacher Mühle in der Mühlstraße 36. Die Teilnahme setzt eine vorherige Anmeldung voraus.
Im Zentrum des Abends steht die Frage, wie steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster die Ausbreitung bestimmter Mückenarten begünstigen. Denn mit den Insekten wandern auch die Krankheitserreger, die sie übertragen. Roth beleuchtet dabei, welche Erreger künftig auch in unseren Breiten eine größere Rolle spielen könnten – und was das konkret für die Gesundheit der Menschen bedeutet.
Die Referentin bringt für dieses Thema die passende Expertise mit. Als Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie arbeitet sie am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene des Universitätsklinikums des Saarlandes. Ihr erklärtes Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge zwischen Klima und Infektionsgeschehen verständlich und anschaulich zu vermitteln.
Der Vortrag richtet sich damit an ein breites Publikum, das sich einen fundierten Überblick über ein wachsendes gesundheitliches Risiko verschaffen möchte. Gerade weil das Thema oft unterschätzt wird, will die Veranstaltung zeigen, wie nah es die Menschen in der Region tatsächlich betrifft.
Wer teilnehmen möchte, kann sich direkt über die Internetseite der VHS unter www.vhs-igb.de/1.0413 anmelden. Da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt sich eine rechtzeitige Registrierung.



















