Foto: Monkey Business Images/Shutterstock/SpoSpiTo

Mehr als 133.000 Grundschulkinder aus 6.131 Klassen haben in diesem Jahr ihre Turnschuhe geschnürt, Tretroller aus der Garage geholt oder das Fahrrad poliert – und damit eines der größten Schulprojekte Deutschlands zu einem erneuten Erfolg gemacht. Der SpoSpiTo-Bewegungs-Pass animiert seit Jahren dazu, den Schulweg eigenständig zurückzulegen, statt sich vom sogenannten Elterntaxi vor das Schultor bringen zu lassen.

Die Aufgabe klang simpel, verlangte aber Durchhaltevermögen: Innerhalb von sechs Wochen sollten die Kinder mindestens zwanzigmal ohne Auto in die Schule kommen. Ob zu Fuß, mit dem Roller oder dem Rad – entscheidend war allein, dass der elterliche Wagen in der Einfahrt stehen blieb. Wer das Pensum schaffte, bekam eine Urkunde überreicht. Der eigentliche Gewinn aber lag woanders: in einer täglichen Portion Bewegung vor dem Unterricht und dem stillen Stolz, den Weg selbst gemeistert zu haben.

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Zusätzlich lockten Sachpreise im Gesamtwert von mehr als 20.000 Euro, die unter den teilnehmenden Schulen verlost wurden. Im Topf lagen 500 Gutscheine von DECATHLON über je 20 Euro, 375 Schlamperboxen der Marke neoxx sowie 125 Kinderrucksäcke von VAUDE. Die Liste der Gewinner ist auf der Projektseite einsehbar.

Projektleiter Thomas Gansert vom SpoSpiTo-Team zeigte sich nach sechs Jahren Bewegungs-Pass sichtlich zufrieden mit der Resonanz. „Seit sechs Jahren gibt es jetzt dieses Projekt und es ist schön, dass wieder so viele motivierte Kinder fleißig ihre Unterschriften gesammelt haben, um erfolgreich an der Aktion teilzunehmen“, erklärte er. Damit das Angebot für Grundschulen bundesweit kostenfrei bleiben kann, sei das Team allerdings auf weitere Unterstützer angewiesen: „Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Städten und Gemeinden, die uns hierbei unterstützen.“

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Hinter dem Kürzel SpoSpiTo verbergen sich die drei Tätigkeiten Sporteln, Spielen und Toben – ein Programm, das bereits 2011 mit großen Bewegungstagen in Turnhallen startete. Dort dürfen Kinder zwischen vier und zehn Jahren ihrem natürlichen Drang nach Aktivität an verschiedenen Stationen freien Lauf lassen. 2019 kam der Bewegungs-Pass als zweite Säule hinzu, der den Aktionsradius vom Hallenboden auf den Schulweg verlagert.

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Der Ansatz verfolgt gleich mehrere Ziele auf einmal. Ein bewegter Start in den Tag soll Kinder wacher und konzentrierter machen. Gleichzeitig entlastet jeder nicht gefahrene Kilometer die oft chaotische Verkehrssituation rund um Grundschulen, an denen Hol- und Bringverkehr immer wieder zu gefährlichen Engpässen führt. Und nicht zuletzt zählt jeder vermiedene Autoweg als kleiner, aber messbarer Beitrag zum Klimaschutz – eine Lektion, die im Schulranzen genauso ihren Platz hat wie Hefte und Stifte.

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