Ein Todesfall bei einem Hund in Rheinland-Pfalz sorgt seit einigen Tagen auch im Saarland für Aufmerksamkeit. Ende Januar war dort eine Hündin verendet, bei der inzwischen die klassische Tollwut nachgewiesen wurde. Das Tier war im November 2025 aus Russland nach Deutschland gebracht worden. Nach aktuellem Stand sehen die saarländischen Behörden dennoch kein erhöhtes Tollwut-Risiko für Menschen oder Haustiere im Land.
Auslöser der Ermittlungen ist der Transport aus Russland, über den die verstorbene Hündin nach Deutschland eingeführt wurde. Dieser Transport war ordnungsgemäß angemeldet, alle Tiere reisten mit Impfnachweisen und Begleitpapieren ein. Inzwischen gehen die zuständigen Stellen jedoch davon aus, dass die Unterlagen gefälscht waren. Nach derzeitigem Kenntnisstand hatte die Hündin bei der Einreise keinen wirksamen Tollwutschutz und war offenbar jünger, als in den Papieren angegeben.
Weil der Transport offiziell registriert war, konnten die Behörden alle Tiere, die über diese Sammelstelle aus Russland nach Deutschland und in einige weitere europäische Länder gelangten, rasch identifizieren. Nach Angaben der Behörden sind diese Tiere derzeit klinisch gesund und zeigen keine Auffälligkeiten. Die jeweils zuständigen Stellen vor Ort haben nach eigenen Angaben alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um mögliche Risiken zu prüfen und zu begrenzen.
Auch im Saarland wurden Hunde ermittelt, die aus derselben Region in Russland eingeführt wurden. Für diese Tiere haben die saarländischen Behörden eine Überprüfung des Tollwut-Impfschutzes angeordnet. Teilweise wurden Hunde vorsorglich in eine Schutzquarantäne gebracht. Ziel ist es, mögliche Infektionsketten sicher auszuschließen und den Gesundheitsstatus der Tiere engmaschig zu überwachen.
Nach derzeitigem Stand handelt es sich um einen Einzelfall importierter Tollwut aus einem Drittland. Fachleute gehen davon aus, dass die betroffene Hündin zum Zeitpunkt des Transports noch nicht infektiös gewesen sein konnte. Aus diesem Grund sehen die Behörden kein erhöhtes Risiko für die saarländische Bevölkerung oder für Haustiere im Land.
Im Hintergrund steht, dass Deutschland seit 2008 als tollwutfrei gilt. Das bedeutet, dass eine Ansteckung innerhalb des Landes grundsätzlich nicht zu erwarten ist. Dennoch kommt es immer wieder zu einzelnen Fällen, in denen das Virus über Tiere aus Drittländern eingeschleppt wird. In solchen Situationen besteht ein Ansteckungsrisiko für Tiere, die direkten Kontakt mit einem infizierten Tier hatten.
Die saarländischen Behörden betonen in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines verlässlichen Impfschutzes. Sie verweisen darauf, dass nur eine gültige Tollwutimpfung Hunde und Katzen wirksam vor der Erkrankung schützt. Tollwut verläuft sowohl bei Tieren als auch beim Menschen in der Regel tödlich, wenn keine rechtzeitige Impfung erfolgt. Vor diesem Hintergrund wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Impfstatus von Haustieren regelmäßig zu kontrollieren und aktuell zu halten.




















