Anzeige

Wenn am Freitag, dem 19. Juni 2026, ab 16 Uhr die Türen des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg weit aufgehen, verwandelt sich das Klinikgelände erneut in eine offene Bühne für Medizin, Forschung und Lehre. Mehr als 80 Programmpunkte stehen bei der Langen Nacht der Wissenschaften auf dem Plan – der Eintritt kostet keinen Cent.

„Auch in diesem Jahr möchten wir wieder Krankenversorgung, Forschung und Lehre für alle Interessierten sichtbar und erlebbar machen“, sagt Prof. Dr. Matthias Hannig, Dekan der Medizinischen Fakultät. Für ihn zählt der Abend zu den Höhepunkten des akademischen Jahres. Dass die Veranstaltung in diesem Umfang und kostenlos stattfinden kann, sei dem Engagement zahlreicher Kliniken, Institute, Studierender und Kooperationspartner zu verdanken, betont er ausdrücklich.

Anzeige

Das Zentrum des Geschehens bildet das Zentrale Hörsaalgebäude (Geb. 35) mit der angrenzenden Festwiese. Dort wird in diesem Jahr ein begehbares Herzmodell zum Publikumsmagneten: Überlebensgroß steht es im Hörsaalgebäude, daneben erklären Fachleute des UKS Funktion und Erkrankungen des Organs und beantworten die Fragen der Gäste. Die kardiologische Fachklinik flankiert das Modell mit weiteren Mitmach- und Informationsangeboten.

Eine echte Premiere feiert die Mobile Geriatrie-Unit, kurz MGU. Das Fahrzeug stammt aus dem Forschungsprojekt DIKOM und ist mit CT, Röntgen, EKG, EEG, Ultraschall und einem eigenen Labor ausgestattet. Ziel ist es, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen direkt vor Ort umfassend untersuchen zu können und ihnen damit den oft beschwerlichen Weg in die Klinik zu ersparen. Zu sehen ist die MGU auf dem Vorplatz des Hörsaalgebäudes – ganz in der Nähe eines weiteren Infostandes, der über das geplante Großprojekt Zentralklinikum samt einer Wunschbaustein-Aktion informiert.

Anzeige

Wer schon einmal selbst Hand anlegen wollte, bekommt am OP-Roboter daVinci die Gelegenheit dazu. Mehr als 10.000 Eingriffe wurden mit dem System am UKS bereits durchgeführt. In der Klinik für Urologie (Geb. 6) und in der Chirurgie (Geb. 57) dürfen Besucherinnen und Besucher die Steuerung ausprobieren. Für das junge Publikum gehören Klassiker wie das Nähen an einer Banane, das Entfernen von Gummibärchen mit OP-Besteck, die Monsterjagd und die bunten Gipsarme zum festen Programm. Mikrochirurgie an einer Paprika unter dem Mikroskop spricht auch erwachsene Tüftler an.

An vielen Stellen geht es ums Zeigen und Erklären: Die Klinikfeuerwehr präsentiert ihre Fahrzeuge am Campuseingang, in der Physiologie (CIPMM) läuft eines der modernsten Lichtmikroskope, die Augenklinik führt einen Eingriff vor, und Führungen durch Kreißsaal und Childhood-Haus runden das Angebot ab. In den Hörsälen und Seminarräumen reicht das Vortragsspektrum vom Intelligenzverlust durch Smartphone und KI über die hochpräzise Strahlentherapie bis hin zu Demenzprävention und HPV. Wie sehr die Wissenschaft auch junge Menschen prägt, zeigt der Vortrag „Stroke-Helper App: Der Schlaganfall und wie das Saarland bundesweit in die Medien kam“.

Anzeige

Für Stimmung sorgen die Uni-Bigband und die Partyband Sweettones auf der Bühne vor dem Hörsaalgebäude, während Imbiss- und Getränkestände samt Bierzeltgarnituren zur Pause einladen. Nach dem offiziellen Ende geht es bei der traditionellen Aftershow-Party der Fachschaft Medizin auf dem alten Hubschrauberlandeplatz weiter. Orientierung bietet ein Infopoint im Gebäude 35; das vollständige Programm samt Lageplan ist über die UdS-App unter www.uks.eu/langenacht abrufbar.

💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein