Max G. Grand-Montagne wird im April 2024 im St. Ingberter Rathaus geehrt. — Foto: Michael Staut
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St. Ingbert nimmt Abschied von einem seiner markantesten Köpfe der bildenden Kunst. Max G. Grand-Montagne ist Ende Mai im Alter von 84 Jahren gestorben. Mit ihm verliert die Stadt nicht nur einen Künstler von internationalem Rang, sondern auch einen Wegbereiter des kulturellen Lebens, der seiner Heimat über Jahrzehnte hinweg die Treue hielt.

Geboren wurde Grand-Montagne 1941 in St. Ingbert. Sein Weg in die Kunst verlief unkonventionell: Erst standen eine Ausbildung in der Landesverwaltung und berufliche Stationen im saarländischen Wirtschaftsministerium an, bevor er sich mit Nachdruck dem künstlerischen Schaffen zuwandte. Geprägt wurde sein Werk später unter anderem durch ein Studium an der Europäischen Kunstakademie Trier, wo Malerei, Grafik und vor allem der experimentelle Holzschnitt zu seinen bevorzugten Ausdrucksformen wurden.

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Gerade dieser doppelte Hintergrund verlieh seiner Kunst eine besondere Note. Die Verwaltungserfahrung schulte sein Auge für Klarheit und Struktur, das Atelier öffnete den Raum für Reduktion und Ausdruck. Was er anstrebte, formulierte er einmal im Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer schlicht: „Für mich ist wichtig, dass die Bilder im Betrachter ein Gefühl auslösen und harmonisch sind. Letztendlich streben wir doch alle nach Harmonie.“

Seine Bildsprache war unverkennbar. Zwischen abstrakter Form und kalligrafischer Linie, zwischen geometrischer Strenge und lebendiger Geste fand er einen eigenen Ton. Reduzierte Kompositionen in Schwarz, Rot und Weiß wurden zum Markenzeichen, das Quadrat zur immer wiederkehrenden Grundfigur. Seine Werke waren in Deutschland und Frankreich zu sehen, fanden aber auch Eingang in öffentliche Sammlungen weit entfernter Orte – etwa im französischen Konsulat in Madagaskar und im Museum im malaysischen Penang.

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Für seine Heimatstadt war „maxg“, wie er hier liebevoll genannt wurde, jedoch weit mehr als ein international beachteter Künstler. Er verstand sich als Impulsgeber und Brückenbauer. 1988 rief er die Sommerakademie Villa Martin ins Leben und leitete sie bis 2005. Über viele Jahre prägte er anschließend mit dem „kunstraum maxg“ das kulturelle Profil der Stadt. Seine gesellschaftliche Verbundenheit reichte darüber hinaus: Als ehemaliger Georgspfadfinder stellte er sein künstlerisches Talent in den Dienst der Freunde und Förderer der DPSG im Saarland, die ihn 2024 zum Ehrenmitglied ernannten.

Oberbürgermeister Meyer würdigt den Verstorbenen mit persönlichen Worten: „Ich habe Max G. Grand-Montagne sowohl als Menschen als auch als Künstler sehr geschätzt. Er hatte die besondere Gabe, mit wenigen Linien und klaren Formen das Wesentliche sichtbar zu machen. St. Ingbert verliert mit ihm nicht nur eine bedeutende Künstlerpersönlichkeit, sondern auch einen weltoffenen, zugewandten Menschen, der unsere Stadt kulturell bereichert und weit über ihre Grenzen hinaus sichtbar gemacht hat. Sein Wirken und seine Spuren werden in St. Ingbert bleiben.“

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Über den öffentlichen Raum hinaus hinterlässt der Tod eine schmerzliche Lücke im privaten Kreis. In den Familien seiner Kinder in St. Ingbert und Hamburg trauern zwei Kinder und fünf Enkelkinder um einen einfühlsamen Vater und stolzen Großvater, der für sie stets ein offenes Ohr hatte.

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