Helle Räume, kleine Stimmen, ein offenes Türenkonzept: Anlässlich des bundesweiten Aktionstags der Kindertagespflege haben „Die Dorfkinder“ Familien aus der Region einen Blick hinter die Kulissen ihrer Großtagespflegestelle gewährt. Wer an diesem Tag vorbeischaute, erlebte, wie nah Betreuung an einem familiären Zuhause sein kann – und warum dieses Modell längst eine feste Größe in der frühkindlichen Bildung ist.
Die Kindertagespflege gilt rechtlich als gleichwertige Alternative zur Krippe. Sie richtet sich an Kinder im Alter von acht Wochen bis zum vollendeten dritten Lebensjahr und setzt auf ein überschaubares, persönliches Umfeld. Eltern haben damit die Wahl, ob sie ihren Nachwuchs in einer institutionellen Einrichtung oder in einer Tagespflegestelle wie der der „Dorfkinder“ unterbringen möchten.
Seit fast zwei Jahren kümmern sich die qualifizierten Tagespflegepersonen Anna Singendonk, derzeit in Elternzeit, und Nicole Berwanger, Erzieherin und ausgebildete Kindertagespflegerin, um die Kleinsten. Das Konzept einer Großtagespflegestelle sieht vor, dass die Betreuung in der Regel im Team von zwei Fachkräften erfolgt – ein Plus an Sicherheit, Flexibilität und individueller Zuwendung.

Dass hier mit Sorgfalt gearbeitet wird, zeigt sich bereits beim Betreten der Räumlichkeiten. Liebevoll gestaltete Spielbereiche, ein großzügiger Bewegungsraum und viel Tageslicht laden zum Entdecken ein. „Wir gehen regelmäßig mit den Kindern raus und entdecken gemeinsam die Natur und das Dorfleben“, berichten die Tagespflegepersonen. Die ländliche Umgebung biete dafür ideale Voraussetzungen – vom Spaziergang über die Felder bis zur kleinen Runde durchs Dorf.
Einen zentralen Platz nimmt auch das Thema Ernährung ein. Auf den Tisch kommt ein abwechslungsreicher Speiseplan mit frischen, kindgerechten Mahlzeiten. Gemeinsame Essensmomente werden bewusst als pädagogische Situationen verstanden, in denen Ausgewogenheit ebenso zählt wie das Erlebnis am Tisch.
Einen besonderen Akzent setzte der Nachmittag: Gemeinsam mit den Fachberaterinnen der Kindertagespflege des Saarpfalz-Kreises nahmen die „Dorfkinder“ am Schutzengellauf in Blieskastel-Lautzkirchen teil. Die Beteiligung an der Benefizveranstaltung verband das Signal gelebter Gemeinschaft mit dem Engagement für einen guten Zweck – ein passender Schlusspunkt für einen Tag, an dem die Verbindung zwischen Betreuung, Familie und regionalem Leben im Mittelpunkt stand.
Für Familien, die für ihre Kleinsten einen Betreuungsplatz in persönlicher Atmosphäre suchen, bleiben die „Dorfkinder“ ansprechbar. Anfragen aus der Region nimmt die Einrichtung weiterhin entgegen; nähere Informationen finden Interessierte auf der Website der Tagespflegestelle.




















