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Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler stockt sein Altersteilzeitangebot für die Beschäftigten in Deutschland auf. Der Vorstand des in Herzogenaurach ansässigen Familienunternehmens hat diesen Schritt beschlossen, um auf die große Resonanz aus der Belegschaft zu reagieren und zugleich die Personalkosten an den deutschen Standorten dauerhaft zu drücken.

Dass viele Mitarbeitende ihren Weg in den Ruhestand planbar gestalten wollen, zeigte sich bereits, als das Unternehmen im November 2024 seine strukturellen Maßnahmen ankündigte. Schon damals war die Nachfrage nach entsprechenden Verträgen hoch. Genau hier setzt das erweiterte Angebot an, das der Konzern eng mit dem Konzernbetriebsrat abgestimmt hat.

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Kern der Regelung sind sogenannte Blockmodelle, die sich in eine aktive und eine passive Arbeitsphase gliedern. Je nach Standort und den jeweiligen Möglichkeiten reicht die Laufzeit von zwei bis zu acht Jahren – also von einem aktiven und einem passiven Jahr bis hin zu jeweils vier Jahren. Voraussetzung ist stets die Zustimmung beider Seiten, sowohl der Beschäftigten als auch der Führungskraft. Die Konditionen orientieren sich weitgehend an den bereits 2024 bekanntgegebenen Angeboten.

„Mit unserem Angebot zur Altersteilzeit reagieren wir auf das hohe Interesse unserer Mitarbeitenden und schaffen zugleich flexible Lösungen, die sowohl den individuellen Bedürfnissen als auch den Anforderungen unseres Unternehmens gerecht werden“, sagt Dr. Astrid Fontaine, Vorständin Personal und Arbeitsdirektorin der Schaeffler AG.

Das Unternehmen rechnet damit, dass rund 20 Prozent der Beschäftigten aus den betroffenen Jahrgängen bis einschließlich 1971 das Angebot annehmen. Das entspricht etwa 1.300 Mitarbeitenden aus direkten und indirekten Bereichen. Für Schaeffler ist die Umsetzung mit einem einmaligen Aufwand von rund 51 Millionen Euro verbunden, der noch im laufenden Jahr 2026 als Sondereffekt verbucht wird.

Die eigentlichen Einsparungen sollen ab dem Jahr 2027 greifen. Neben dem finanziellen Effekt verfolgt der Konzern damit auch ein personalpolitisches Ziel: Die Altersstruktur der Belegschaft soll langfristig ausgewogen bleiben, während zugleich individuelle und planbare Übergänge in den Ruhestand ermöglicht werden. Schaeffler versteht das Programm als Ausdruck einer partnerschaftlichen Personalpolitik im Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen.

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Das 1946 gegründete Familienunternehmen zählt weltweit rund 110.000 Beschäftigte an mehr als 250 Standorten in 55 Ländern und ist in Feldern wie Elektromobilität, effizienten Antrieben und erneuerbaren Energien aktiv.

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