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Rund 200 Millionen Euro aus dem saarländischen Transformationsfonds sollen künftig in kleine und mittlere Unternehmen fließen – so umfangreich wie nie zuvor. Dieses Signal sendete die SPD-Landtagsfraktion am Donnerstagabend bei ihrem Mittelstandsempfang im Saarbrücker Landtag, zu dem Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerk, Mittelstand und Wirtschaft geladen waren. Im Zentrum des Abends stand das Mittelstandspaket der Landesregierung, das Betrieben bei Digitalisierung, Finanzierung, Wachstum, Nachfolge und Transformation unter die Arme greifen soll.

Fraktionsvorsitzender Ulrich Commerçon eröffnete den Abend mit einem klaren Bekenntnis zur Bedeutung der mittelständischen Wirtschaft. „Der Mittelstand ist die wirtschaftliche Herzkammer unseres Landes. Hier wird ausgebildet, investiert, Verantwortung übernommen und Zukunft organisiert“, sagte Commerçon. Das Saarland unterstütze mit dem neuen Paket „so umfassend wie nie die Betriebe, die unser Land tragen“. Zugleich räumte er ein, dass globale Krisen, steigende Energiekosten und internationale Verwerfungen nicht allein auf Landesebene gelöst werden könnten – doch genau dort, wo Betriebe konkret Hilfe benötigten, wolle man ansetzen.

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Nach der Vorstellung des Pakets durch Wirtschaftsminister Jürgen Barke folgte eine Diskussionsrunde, die den Abend über die reine Programmvorstellung hinaus trug. Barke tauschte sich mit Helmut Zimmer, dem Präsidenten der Handwerkskammer des Saarlandes, und Sandro Rende aus, der als Geschäftsführer der Gebrüder Rende Gerüstbau GmbH die Perspektive eines mittelständischen Unternehmers einbrachte. Moderiert wurde das Gespräch von Florian Schäfer, dem mittelstands- und handwerkspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion.

Schäfer machte deutlich, dass sich gute Mittelstandspolitik nicht in Sonntagsreden entscheide, sondern im betrieblichen Alltag – bei Genehmigungsverfahren, Investitionsentscheidungen, der Suche nach Fachkräften und der Regelung von Unternehmensnachfolgen. „Entscheidend ist, dass Unterstützung schnell, verständlich und verlässlich ankommt“, betonte er. Förderung müsse einfacher werden, Betriebe entlastet und denjenigen der Rücken gestärkt werden, „die jeden Tag Verantwortung für Beschäftigung, Ausbildung und Wertschöpfung im Saarland übernehmen“.

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Die Fraktion kündigte an, die Rückmeldungen des Abends in ihre parlamentarische Arbeit einfließen zu lassen. Konkret gehe es darum, die bestehenden Landesprogramme konsequent umzusetzen, Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und Investitionen im Saarland insgesamt leichter zu machen. Ob das ambitionierte 200-Millionen-Euro-Paket tatsächlich die erhoffte Wirkung entfaltet, wird sich an genau diesen Maßstäben messen lassen müssen – an Tempo, Einfachheit und der spürbaren Entlastung jener Betriebe, die das wirtschaftliche Rückgrat des Bundeslandes bilden.

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