Symbolbild

Aufatmen an den Zapfsäulen: Nach dem teuersten Tankmonat aller Zeiten im April hat sich die Lage für Autofahrerinnen und Autofahrer im Mai spürbar entspannt. Sowohl Super E10 als auch Diesel verbilligten sich deutlich – und seit Mitte des Monats kostet Diesel zudem erstmals seit Anfang März wieder weniger als Benzin.

Verantwortlich für die Trendwende sind nach Auswertungen des ADAC vor allem zwei Faktoren: Zum einen greift seit dem 1. Mai die abgesenkte Energiesteuer, zum anderen gaben die Rohölpreise an den internationalen Märkten zuletzt deutlich nach. Beides zusammen machte sich an den Tankstellen unmittelbar bemerkbar.

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Im bundesweiten Monatsmittel zahlten Kundinnen und Kunden für einen Liter Super E10 im Mai 1,983 Euro. Im April lag der Durchschnittspreis noch bei 2,109 Euro – ein Rückgang um knapp 13 Cent. Noch markanter fiel die Korrektur beim Diesel aus: Mit 1,991 Euro je Liter lag der Preis um mehr als 27 Cent unter dem Rekordwert von 2,263 Euro aus dem Vormonat.

Besonders auffällig ist die Verschiebung im Preisverhältnis der beiden Kraftstoffsorten. Zu Monatsbeginn war Diesel noch rund 9 Cent teurer als Super E10. Dieser Abstand schmolz Tag für Tag dahin, ehe sich das Verhältnis am 16. Mai umkehrte. Inzwischen ist Diesel mehr als 4 Cent günstiger als Benzin – im Monatsschnitt blieb er allerdings noch knapp darüber, weil die hohen Werte aus den ersten Maitagen ins Gewicht fielen.

Wer im vergangenen Monat den richtigen Zeitpunkt traf, konnte spürbar sparen. Der günstigste Tanktag war für beide Sorten der 31. Mai mit 1,925 Euro für Super E10 und 1,881 Euro für Diesel. Am teuersten war Benzin am 5. Mai mit 2,025 Euro je Liter, Diesel erreichte seinen Monatshöchstwert am 3. Mai mit 2,104 Euro.

Der Automobilclub verweist darauf, dass sich auch innerhalb eines Tages deutliche Preisunterschiede ergeben. Über die App „ADAC Drive“ lassen sich die aktuellen Werte an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland rund um die Uhr vergleichen. Ob die Entspannung an den Zapfsäulen anhält, dürfte vor allem davon abhängen, wie sich die Rohölpreise im Sommer entwickeln – und ob die Nachfrage in der bevorstehenden Reisesaison wieder spürbar anzieht.

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