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Aus einer kargen Steinwüste ist ein blühendes Refugium für Insekten geworden. An der Ecke Blieskasteler Straße und Ziegelhütte im Homburger Stadtteil Beeden verwandelten die Ehepaare Lauer und Welker eine unscheinbare Fläche in ein Blühbeet, das inzwischen weit über die Grenzen des Viertels hinaus als Vorbild taugt. Bei einem Vor-Ort-Termin würdigte Oberbürgermeister Michael Forster das Engagement der Beteiligten in deutlichen Worten.

„Sie haben hier nicht einfach ein schönes Beet angelegt. Sie haben einen Ort geschaffen, der das Ortsbild bereichert und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Artenschutz leistet“, sagte Forster. Für ihn ist das Projekt ein Musterbeispiel dafür, wie Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam Verantwortung für öffentliche Flächen tragen können. Die Stadt habe dabei lediglich die Fläche zur Verfügung gestellt.

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Der Weg dorthin war alles andere als bequem. Katrin Lauer sprach von einer Menge „Knochenarbeit“, die vor allem ihr Mann Manfred Lauer und Hardy Welker geleistet hätten, um aus dem steinigen Untergrund ein lebendiges Beet zu machen. Angelegt bereits im Jahr 2024, hat sich die Fläche seither prächtig entwickelt. Die Idee und den Bepflanzungsplan lieferte Ursula Welker, während Hardy Welker das inzwischen stark frequentierte Insektenhotel baute und aufstellte.

Ausgewählt wurden die Pflanzen mit Bedacht: Vom Frühling bis in den Herbst soll auf der Fläche stets etwas blühen, damit Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten dauerhaft Nahrung finden. Anschaffung und Pflege übernehmen beide Ehepaare gemeinsam, wobei Katrin Lauer stellvertretend die Grünpatenschaft für das Projekt trägt.

Die große Trockenheit stellte die ehrenamtlichen Gärtner zuletzt allerdings vor Probleme. Mit eigenen Mitteln sei es kaum noch möglich gewesen, das Beet ausreichend zu wässern, berichtete Lauer. Umso dankbarer zeigte sie sich, dass Jürgen Simon vom Baubetriebshof rasch reagiert und für eine regelmäßige Bewässerung gesorgt habe. Auch Volker Willig von der Grünflächenabteilung bedachte sie mit ausdrücklichem Dank für dessen umfangreiche Unterstützung.

Aus dem Termin erwuchs zudem eine Idee für die Zukunft. Katrin Lauer regte an, dass die Stadt den Grünpatinnen und Grünpaten fachlichen Rat an die Hand geben könnte, ohne dabei mit erhobenem Zeigefinger aufzutreten. Forster brachte daraufhin eine Beratung durch städtische Fachkräfte ebenso ins Spiel wie einen Austausch der Paten untereinander. Die Beedener Blühfläche bezeichnete er als vorbildliches Projekt, bei dem er sich über Nachahmerinnen und Nachahmer freuen würde.

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