Symbolbild
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Wer am Mittwochnachmittag vor Christi Himmelfahrt auf die Autobahn will, sollte starke Nerven mitbringen. Der ADAC warnt vor einem der staureichsten Tage des Jahres und rechnet vom 13. bis 17. Mai 2026 mit massivem Reiseverkehr auf Deutschlands Fernstraßen. Bereits 2025 hatte sich der Mittwoch vor dem Feiertag als absoluter Spitzenreiter bei den Staumeldungen erwiesen – eine Wiederholung gilt als so gut wie sicher.

Der Grund liegt auf der Hand: Christi Himmelfahrt am Donnerstag, dem 14. Mai, lädt geradezu zum verlängerten Wochenende ein. Millionen Reisende brechen schon am Mittwochnachmittag und -abend auf, um die freien Tage für einen Kurztrip zu nutzen. Auch am Donnerstagvormittag muss noch mit erheblichen Verzögerungen gerechnet werden. Zusätzlich heizen regionale Ferientermine das Verkehrsaufkommen an: In Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen ist der Freitag schulfrei, in Hamburg dauern die Ferien sogar bis zum 15. Mai. Dass Christi Himmelfahrt auch in Österreich, der Schweiz und Belgien als Feiertag gilt, verstärkt den grenzüberschreitenden Reisestrom zusätzlich.

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Freitag und Samstag dürften nach Einschätzung des ADAC deutlich ruhiger verlaufen. Dafür baut sich am Sonntag, dem 17. Mai, der Rückreiseverkehr auf – vor allem nachmittags und abends wird es auf den Hauptrouten wieder eng. Besonders betroffen sind die klassischen Strecken Richtung Süden und Alpenraum, also nach Österreich und Italien mit dem Gardasee als Sehnsuchtsort, sowie die Routen an die Nord- und Ostsee und in Richtung Niederlande. Rund um Wien kommt ein besonderer Faktor hinzu: Der Eurovision Song Contest sorgt dort für ein zusätzlich erhöhtes Verkehrsaufkommen.

Die Liste der staugefährdeten Autobahnen liest sich wie ein Atlas der deutschen Fernstraßen. Zu den neuralgischen Strecken zählen unter anderem die A1 von Fehmarn über Hamburg und Bremen bis Köln, die A2 zwischen Oberhausen und Magdeburg, die A3 von Oberhausen über Köln nach Frankfurt sowie weiter bis Passau und Linz, die A5 von Kassel über Frankfurt bis Basel, die A7 von Hamburg über Hannover und Kassel bis hinunter nach Füssen, die A8 von Karlsruhe über Stuttgart und München bis Salzburg sowie die A9 zwischen Berlin und Halle/Leipzig. Auch der Berliner Ring, die A24 Hamburg–Schwerin, die A81 Singen–Stuttgart, die A96 München–Lindau und der Münchner Autobahnring A99 gehören zu den Problemzonen. Bundesweit bremsen zudem rund 1000 Baustellen den Verkehrsfluss – eine Zahl, die selbst ohne Feiertagsverkehr für Stau sorgen würde.

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Auf den Auslandsrouten sieht es kaum besser aus. In Österreich behindern Baustellen auf der A10 Tauern Autobahn, der A12 Inntal Autobahn und der A13 Brenner Autobahn den Verkehr. Am Freitag ist zudem erneut eine Blockabfertigung auf der A12 geplant. Bei starkem Reiseverkehr greifen darüber hinaus Abfahrtssperren – in Deutschland etwa auf der A7 im Ostallgäu, der A8 in Oberbayern sowie der A93 und den Bundesstraßen rund um Garmisch-Partenkirchen. In Tirol gelten an Wochenenden und Feiertagen Fahrverbote auf zahlreichen Ausweichstrecken in den Bezirken Innsbruck, Kufstein, Imst und Reutte. Wer dort kein konkretes Fahrtziel in der Region nachweisen kann, muss auf den Hauptverkehrsachsen bleiben.

Auch die Schweizer Autobahnen A1, A2 und A3 sowie die italienische Brennerroute A22 gelten als Engpässe. Einen gewissen Ausgleich schaffen die Lkw-Fahrverbote am Donnerstag und Sonntag, die zumindest den Schwerlastverkehr von den Straßen nehmen. Bei der Einreise nach Deutschland ist wegen der weiterhin bestehenden Grenzkontrollen allerdings mit zusätzlichen Wartezeiten zu rechnen. Wer flexibel ist, fährt am besten freitags oder samstags – oder stellt sich auf deutlich längere Fahrzeiten ein.

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