Ein Jubiläum, das die Vielfalt der saarländischen Kunstszene auf eindrückliche Weise sichtbar macht: Das Bildungszentrum Kirkel der Arbeitskammer lädt am Dienstag, den 16. Juni 2026, um 19 Uhr zur Vernissage der Ausstellung „45 Jahre Kunstverein Saar“ ein. Gezeigt werden Arbeiten von 37 Künstlerinnen und Künstlern, die in ihrer Bandbreite die gewachsene Identität des Vereins widerspiegeln. Der Eintritt ist frei, eine Platzreservierung jedoch erforderlich.
Die Geschichte des Vereins beginnt in einem eher unerwarteten Umfeld. 1981 schlossen sich Beschäftigte des damaligen Post- und Fernmeldewesens zusammen und gründeten einen Postfreizeitclub für bildende Künste. Acht Jahre später, 1989, folgte die offizielle Eintragung ins Vereinsregister als Postkunstverein. Nachdem die Anbindung an die Deutsche Bundespost als soziale Einrichtung weggefallen war, gab sich der Zusammenschluss seinen heutigen Namen: Kunstverein Saar e.V.
Aus den Anfängen hat sich längst ein dreiländerübergreifendes Netzwerk entwickelt. Aktuell sind im Verein 90 Kreative aus dem Saarland, aus Frankreich und Rheinland-Pfalz aktiv. Ihr inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der Malerei, doch der künstlerische Austausch reicht weit über die einzelne Leinwand hinaus.
Herzstück der Vereinsarbeit ist das Gemeinschaftsatelier in der St. Arnualer Rubensstraße 23, das seit 2001 als fester Treffpunkt dient. Zwei- bis dreimal pro Woche kommen die Mitglieder dort zusammen, um Techniken zu vergleichen, Projekte zu besprechen und voneinander zu lernen. Hinzu kommen regelmäßige Fortbildungskurse zu unterschiedlichen Materialien und Verfahren sowie Malexkursionen in kleineren Gruppen.
Seit einigen Jahren existiert zudem ein zweiter Kursraum in Kirkel, in dem sich Mitglieder ein- bis zweimal wöchentlich unter der Anleitung von Theodor Fischer treffen. Diese kontinuierliche Praxis bildet die Grundlage für jenes Renommee, das der Verein über die Region hinaus erarbeitet hat. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland haben dem Kunstverein Saar viel Lob und Anerkennung eingebracht.
Die Eröffnungsrede in Kirkel hält Edelgard Müller, die erste Vorsitzende des Vereins. Sie wird die Besucherinnen und Besucher durch die Schau führen und einen Bogen schlagen zwischen den Ursprüngen, der heutigen künstlerischen Bandbreite und den Perspektiven der kommenden Jahre.
Wer die Ausstellung in Ruhe erleben möchte, hat dazu vom 15. Juni bis zum 14. August 2026 im Bildungszentrum Kirkel Gelegenheit. Weitere Informationen sowie die notwendige Platzreservierung für die Vernissage sind über die Website des Bildungszentrums unter bildungszentrum-kirkel.de/kultur-im-bzk möglich.




















