Flagge Luxemburgs Symbolbild
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Beim Empfang der Deutschen Botschaft in Luxemburg stand das Saarland in diesem Jahr im Mittelpunkt: Als Partnerland und Mitgastgeber nutzte das Land die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, um sich als Standort für Innovation und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu zeigen. Ministerin Petra Berg nahm am 5. Oktober 2026 an der Veranstaltung teil, zu der rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft geladen waren.

Für Berg steht das Saarland an einem entscheidenden Punkt. „Das Saarland befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel“, sagte die Ministerin. Innovation, so ihre Botschaft, entstehe genau dort, wo dieser Wandel praktisch gestaltet werde – in der Industrie, in Forschung und Digitalisierung, bei Energie und Mobilität sowie in der Kooperation über Landesgrenzen hinweg.

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Einen klaren Schwerpunkt legte Berg auf die Frage der Unabhängigkeit. „Wir schaffen neue Wertschöpfung, bauen moderne Infrastruktur auf und verringern unsere Abhängigkeit in Europa“, erklärte sie. Souveränität erwachse dabei aus eigener Stärke und gemeinsamer europäischer Handlungsfähigkeit – ein Ziel, das ohne die Partner in der Großregion nicht zu erreichen sei.

Gerade diese Großregion sieht die Ministerin als Schlüssel für zentrale Zukunftsfragen. Viele davon ließen sich bereits heute nur noch grenzüberschreitend lösen. Das gelte für Energie- und Wasserstoffnetze ebenso wie für Mobilität, Forschung, Klimaanpassung und den Schutz gemeinsamer Natur- und Lebensräume.

Den historischen Bogen schlug Berg zur Idee Europas selbst. „Europa selbst ist aus einer politischen Innovation entstanden: Staaten haben nach Krieg und Zerstörung begonnen, Verantwortung zu teilen und gemeinsame Institutionen aufzubauen“, sagte sie. Die Aufgaben von heute seien zwar andere, der Anspruch jedoch unverändert. Wer Herausforderungen angehen wolle, die längst über nationale Grenzen hinausreichten, müsse gemeinsam handlungsfähig bleiben.

Dass es bei diesem Anspruch nicht bei Worten blieb, zeigte der Empfang selbst. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), der Plattform SouthwestX sowie des Unternehmens Encevo, das am grenzüberschreitenden Wasserstoffnetz mosaHYc beteiligt ist. Auch die Tourismuszentrale des Saarlandes (TZS) präsentierte sich vor Ort. Eingeladen hatten der deutsche Botschafter in Luxemburg, Karsten Geier, und seine Frau Tatjana Geier.

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