An der Johann-Hinrich-Wichern-Schule in Saarlouis nimmt ein wichtiges Bauprojekt sichtbar Gestalt an. Mit dem Richtfest für die neue Sporthalle ist ein zentraler Meilenstein erreicht – und für die Schülerinnen und Schüler der Förderschule rückt damit die Rückkehr zu geregeltem Sportunterricht in greifbare Nähe. Das Land investiert insgesamt 6,4 Millionen Euro in eine moderne Bildungsinfrastruktur.
Für die Einrichtung mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung ist der Neubau weit mehr als ein funktionales Gebäude. Bewegung und Sport gehören hier zum festen Bestandteil des Schulalltags. Umso schwerer wog der Umstand, dass die Schule nach einem Wasserschaden und dem anschließenden Abriss der alten Turnhalle über einen längeren Zeitraum ohne eigene Sportstätte auskommen musste.

Die neue Halle entsteht in modularer Holzbauweise – ein Ansatz, der ökologische Verantwortung mit zeitgemäßer Architektur verbindet. Die vorgefertigten Holzbauelemente werden derzeit montiert, sodass das Gebäude zunehmend Kontur gewinnt. Die Fertigstellung ist bis zum Jahresende vorgesehen.
Staatssekretär Torsten Lang betonte beim Richtfest die doppelte Bedeutung des Vorhabens. „Mit dem Neubau investieren wir nicht nur in eine zeitgemäße und zukunftsfähigen Lern- und Lebensumgebung; wir investieren damit auch unmittelbar in die Schülerinnen und Schüler, indem wir ihnen optimale Voraussetzungen für Bewegung und Sport bieten“, sagte er. Zugleich profitierten die lokalen Vereine, die das Gebäude künftig ebenfalls nutzen könnten.
Möglich macht diese breitere Nutzung eine Vereinbarung mit der Stadt Saarlouis. Die Halle steht damit nicht allein dem Schulbetrieb zur Verfügung, sondern öffnet sich auch dem Vereinssport. Ergänzt wird das Angebot auf dem Schulgelände bereits seit Mai 2025 durch einen Klettergarten, den die Stadt errichtet hat.
Lang verwies abschließend auf die Förderstrategie des Landes, zu der auch das Programm BAUSTEIN zählt. „Das zeigt: wir stellen nicht einfach nur finanzielle Mittel bereit – wir schaffen mit unseren vielfältigen Förderprogrammen einen echten Mehrwert und damit einen Aufbruch für das Saarland“, so der Staatssekretär. Für die Johann-Hinrich-Wichern-Schule bedeutet der Neubau am Ende vor allem eines: die Rückkehr des Sports unter das eigene Dach.


















