Symbolbild
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Nur wenige Kilometer trennen das Saarland von Frankreich und Luxemburg. Im Geschäftsalltag aber können diese kurzen Distanzen mitunter größer wirken, als sie es geografisch sind. Genau an diesem Punkt setzte eine Veranstaltung an, die am Mittwoch, 30. September, im saarländischen Wirtschaftsministerium rund 75 Gäste aus der Großregion zusammenbrachte. Ihr Thema: Wie gelingt die Verständigung über Ländergrenzen hinweg?

Unter dem Titel „Businesskommunikation in der Großregion“ ging es nicht um Zölle oder Vertragsklauseln, sondern um einen oft unterschätzten Faktor des wirtschaftlichen Erfolgs. Eingeladen hatten das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie gemeinsam mit der IHK Saarland, dem Club des Affaires Saar-Lorraine sowie der Chamber of Commerce Luxembourg.

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Die Veranstaltung knüpfte an das „Business Forum: Fokus Frankreich“ aus dem Vorjahr an, das sich den Marktchancen beim westlichen Nachbarn gewidmet hatte. Diesmal richtete sich der Blick stärker auf das, was zwischen den Zeilen geschieht: unterschiedliche Sprachen, Erwartungen und Unternehmenskulturen, die im grenzüberschreitenden Geschäft aufeinandertreffen.

Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas brachte die Herausforderung auf den Punkt. „Das Saarland, Frankreich und Luxemburg liegen geografisch eng beieinander. Im Geschäftsalltag treffen jedoch unterschiedliche Sprachen, Kommunikationsstile und Unternehmenskulturen aufeinander“, sagte sie. Was in einem Land als direkt und effizient gelte, könne im anderen ganz anders ankommen. Interkulturelle Kompetenz sei deshalb ein konkreter Erfolgsfaktor: „Wer die Sprache, die Erwartungen und die Businesskultur seines Gegenübers versteht, schafft Vertrauen.“

Diese Botschaft untermauerten Kommunikationsfachleute und Führungskräfte aus der Region mit Beispielen aus der Praxis. Sie schilderten eigene Erfahrungen und zeigten anhand konkreter Fälle, worauf es in der Zusammenarbeit tatsächlich ankommt. Dabei ging es längst nicht nur um Vokabeln und Grammatik, sondern ebenso um Entscheidungsprozesse und die oft unausgesprochenen Erwartungen der Geschäftspartner.

Als roter Faden zog sich eine Erkenntnis durch den Nachmittag: Erfolgreiches Wirtschaften über Grenzen hinweg beginnt nicht erst mit der Unterschrift unter einem Vertrag, sondern bereits im ersten Gespräch. Wer die Eigenheiten seiner Nachbarn kennt und sich darauf einstellt, legt das Fundament für dauerhafte Geschäftsbeziehungen. Das Wirtschaftsministerium will gemeinsam mit seinen Partnern weitere Formate dieser Art entwickeln, um die Vernetzung in der Großregion voranzutreiben.

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