Blühende Vielfalt statt steriler Schotterflächen: In St. Ingbert sind am vergangenen Sonntag sieben Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer für ihr Engagement rund um naturnahe Gartengestaltung ausgezeichnet worden. Die Übergabe der Urkunden fand im Rahmen des Biosphärenmarktes statt – ein passender Ort für ein Thema, das längst über die Gartengrenzen hinausreicht.
Neben der Urkunde erhielten die Prämierten die begehrte Plakette „Naturnaher Garten“ sowie ein Gartenfachbuch. Ein weiterer Teilnehmer durfte sich ebenfalls über ein Fachbuch freuen. Dass die Aktion in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfand, zeigt, wie fest der Wettbewerb mittlerweile im Stadtleben verankert ist. Seit seinem Start hat die Fachjury mehr als 100 Gärten in Augenschein genommen.
Bei den sommerlichen Besichtigungen richteten die Expertinnen und Experten ihren Blick auf ganz konkrete Details. Im Mittelpunkt standen die ökologische Vielfalt, heimische und hitzetolerante Pflanzen sowie die Nutzung von Regenwasser. Auch Nisthilfen und naturnahe Elemente wie Trockenmauern oder offene Sandflächen flossen in die Bewertung ein – alles Bausteine, die Insekten, Vögeln und anderen Tieren Lebensraum bieten.

Für den Beigeordneten Olaf Blaumeiser ist jeder dieser Gärten ein Zugewinn für die ganze Stadt. „Er schafft Lebensräume, unterstützt die Artenvielfalt und leistet zugleich einen Beitrag zur Klimaanpassung“, betonte er bei der Preisübergabe. Besonders freue ihn, dass sich auch in diesem Jahr wieder so viele engagierte Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer beteiligt hätten.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um einen Wettstreit um den schönsten Garten. Die Jury vergleicht die Grundstücke nicht miteinander, sondern würdigt jede Gestaltung in ihrer ganz eigenen Handschrift. Das erklärte Ziel ist es, naturnahes Gärtnern sichtbar zu machen und möglichst viele Menschen zu ermutigen, selbst etwas für Biodiversität, Umweltschutz und Klimaanpassung zu tun.
Wer im kommenden Jahr mitmachen möchte, hat dazu erneut die Gelegenheit. Bewerben können sich Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Garten, Vorgarten, Balkon oder ihrer Terrasse – und ausdrücklich auch Kitas, Schulen und Unternehmen. Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Stadtverwaltung St. Ingbert und dem Nachhaltigkeitsbeauftragten Claus Günther, unterstützt vom NABU St. Ingbert e. V.




















