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Wer im Saarland politisch kommunizieren will, kommt an sozialen Medien kaum noch vorbei – das belegt einmal mehr das aktuelle Social Media Briefing der Union Stiftung für den Monat März 2026. Die monatlich erscheinende Analyse nimmt die Online-Aktivitäten saarländischer Politikerinnen und Politiker, Kommunen und politischer Institutionen auf Facebook, Instagram und LinkedIn unter die Lupe. Untersucht werden Reichweiten, Engagement-Raten und Kommunikationsstrategien. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede in der Wirksamkeit einzelner Auftritte.

Auf Facebook sicherte sich Ulrich Commerçon, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, im März den Spitzenplatz. Der Landtagsabgeordnete gewann 514 neue Followerinnen und Follower hinzu und übertraf damit auch seine eigenen bisherigen Bestwerte. Sein Erfolgsrezept: persönliche Präsenz vor der Kamera. Ob in Reels, bei politischen Terminen oder in beruflichen Zusammenhängen – Commerçon setzt konsequent auf direkte Ansprache. Mit rund 6.200 Followern, etwa 18.000 Likes und rund 20.000 Reaktionen erreicht er eine Engagement-Rate von elf Prozent. Die Kombination aus politischer Botschaft, sichtbarer Persönlichkeit und klarer Parteibindung zahlt sich in den Zahlen messbar aus.

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Als Durchstarter des Monats sticht der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Moses Arndt von der Linken hervor. Sein Account ist erst seit Dezember aktiv, dennoch verzeichnete er im März mit 718 neuen Followerinnen und Followern das stärkste Wachstum aller analysierten Profile. Arndt verzichtet bewusst auf glattgebügelte Inszenierung und setzt stattdessen auf Authentizität: Fotos, Reels, Zeitungsausschnitte und spontane politische Statements prägen seinen Auftritt. Gerade diese Unverstelltheit macht den Account greifbar und nahbar.

Bemerkenswert ist dabei die Effizienz seiner Kommunikation. Mit lediglich drei Beiträgen im gesamten Monat generierte Arndt rund 2.200 Likes und Reaktionen bei einer Engagement-Rate von 3,9 Prozent. Für einen noch jungen Account sind das Werte, die auf eine rasch wachsende Community hindeuten – ein Beleg dafür, dass Reichweite nicht zwingend an hohe Posting-Frequenz gekoppelt sein muss.

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Auf LinkedIn rückt das Briefing Andreas Maldener in den Fokus, den CDU-Bürgermeister von Tholey. Maldener nutzt die Plattform gezielt, um seine kommunalpolitische Arbeit im professionellen Umfeld sichtbar zu machen. Bereits zwei Reposts seiner beruflichen Aktivitäten führten zu messbarem Follower-Wachstum. Die Mischung aus politischer Verantwortung, Netzwerkarbeit und öffentlichen Terminen entfaltet auf LinkedIn offenbar besondere Wirkung – und unterstreicht, dass die Plattform für kommunale Kommunikation zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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Das vollständige Social Media Briefing für März 2026 steht auf der Website der Union Stiftung kostenlos zum Abruf bereit. Die Saarbrücker Stiftung liefert mit dem Format Monat für Monat eine datenbasierte Einordnung, wie politische Akteure im Land die digitalen Kanäle bespielen – und wo noch Potenzial brachliegt.

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