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Rufus Beck und Peter Kremer stehen am 30. April gemeinsam auf der Bühne des Homburger Kulturzentrums Saalbau – und das in einer denkbar heiklen Ausgangslage: splitternackt und ohne jede Erinnerung daran, wie es dazu kommen konnte. Die französische Komödie „Zwei Männer ganz nackt“ von Sébastien Thiéry verspricht einen Abend voller Wortwitz, Tempo und jener Fragen, die unter der polierten Oberfläche bürgerlicher Lebensentwürfe schlummern.

Die Handlung nimmt ihren Lauf, als der erfolgreiche Anwalt Alain, gespielt von Rufus Beck, eines Morgens unbekleidet neben seinem Mitarbeiter Nicolas aufwacht, dem Peter Kremer Gestalt verleiht. Keiner der beiden kann sich erklären, was in der Nacht geschehen ist. Noch bevor die Männer auch nur den Hauch einer Antwort finden, betritt Alains Ehefrau Catherine die Szene – und zieht aus dem Anblick ihre eigenen, unmissverständlichen Schlüsse. Was folgt, ist ein Beben, das Alains sorgfältig aufgebautes Leben in seinen Grundfesten erschüttert.

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Alain setzt alles daran, seine Frau vom Gegenteil zu überzeugen, doch seine Versuche geraten derart grotesk, dass sie die Lage nur weiter verschlimmern. Catherine lässt sich nicht so leicht beschwichtigen – schließlich hat sie gesehen, was sie gesehen hat. Die bürgerliche Fassade bekommt einen gewaltigen Riss, und hinter dem Chaos bricht aufgestauter Ehefrust hervor. Was als absurdes Missverständnis beginnt, entwickelt sich zu einer rasanten Jagd durch ein Dickicht aus Lügen, Verstrickungen und immer neuen Verwicklungen.

Hinter der Situationskomik stellt Autor Sébastien Thiéry Fragen, die weit über den Bühnenspaß hinausreichen: Warum genügt ein scheinbar unbedeutendes Ereignis, um ein ganzes Lebensgebäude zum Einsturz zu bringen? Wieso versetzt der bloße Verdacht auf Männerliebe eine komplette Anwaltskanzlei und eine Ehe in den Ausnahmezustand? Und kennen die Figuren, die so verzweifelt um ihre Normalität kämpfen, überhaupt ihre eigenen Sehnsüchte, Träume und Wünsche? Die Komödie nutzt das Lachen als Türöffner zu diesen tiefgreifenden Überlegungen, ohne dabei je den Unterhaltungswert aus den Augen zu verlieren.

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Inszeniert wird das Stück vom Ensemble 2D 2H unter der künstlerischen Leitung von Stefan Zimmermann. Regie führt Steven Koop, für das Bühnenbild zeichnet Anna Determann verantwortlich. Neben Rufus Beck und Peter Kremer stehen Saskia Valencia und Chiara Piu auf der Bühne und komplettieren das vierköpfige Ensemble.

Der Vorhang hebt sich am Donnerstag, 30. April, um 19 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr. Veranstalter des Gastspielabends ist die Homburger Kulturgesellschaft gGmbH. Karten sind in der Tourist-Info am Kreisel in der Talstraße 57a erhältlich, außerdem online über Ticket Regional unter www.ticket-regional.de/homburg sowie – sofern noch verfügbar – an der Abendkasse.

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