Vorlesen kann weit mehr sein als das bloße Ablesen von Buchseiten – wenn es gelingt, alle Sinne der Kinder einzubeziehen. Genau diesen Ansatz verfolgt ein kostenfreies Seminar in Homburg, das sich an Fachkräfte in Kindertagesstätten richtet und die Methode des „Darstellenden Vorlesens“ in den Mittelpunkt stellt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Projekt KiBiSS gemeinsam mit der Stadtbibliothek Homburg und der Katholischen Erwachsenenbildung.
Die Idee hinter dem Konzept: Wer Kindern vorliest, nutzt gezielt Gegenstände, die zur jeweiligen Geschichte passen, und schafft damit eine Atmosphäre, die über das reine Zuhören hinausgeht. Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen – alle fünf Sinne sollen angesprochen werden. Die Vorlesenden verknüpfen die mitgebrachten Materialien inhaltlich mit der Erzählung und erzeugen so ein Erlebnis, das Kinder auf mehreren Ebenen erreicht.
Besonders wertvoll ist dieser Zugang für Kinder, denen es schwerfällt, über längere Zeit ruhig einer Geschichte zu folgen. Durch die sinnliche Einbettung entsteht eine Mischung aus Geborgenheit und aktivem Erleben, die auch unruhigere Zuhörerinnen und Zuhörer einbindet. Kreativität wird dabei ebenso gefördert wie Konzentrationsfähigkeit. Die Geschichten lassen sich zudem mit Bastelideen, Rezepten, Traumreisen oder Musik ergänzen – der Fantasie sind bewusst wenige Grenzen gesetzt.
Im Seminar wird die Methode nicht nur theoretisch vorgestellt, sondern gemeinsam mit den Teilnehmenden praktisch erarbeitet. Erzieherinnen und Erzieher erhalten so konkretes Handwerkszeug, das sie direkt in ihren Kita-Alltag übertragen können. Die Veranstaltung findet am 10. November von 10 bis 16 Uhr im Jugendamt des Saarpfalz-Kreises statt, in der Talstraße 57b in Homburg, Raum 20. Die Teilnahme ist kostenfrei, Getränke werden bereitgestellt. Eine Mittagsverpflegung gibt es allerdings nicht.
Wer sich anmelden möchte, sollte sich bis zum 14. Mai bei Ines Wahle vom Projekt KiBiSS melden – telefonisch unter (06841) 104-8182 oder per E-Mail an kibiss [at] saarpfalz-kreis.de. Die Plätze dürften für Kita-Fachkräfte aus der Region interessant sein, die ihre Vorlesepraxis mit einem durchdachten methodischen Ansatz bereichern wollen.



















