Blick in das Restaurant Vin!oh in Homburg - Bild: Stephan Bonaventura

Wer den Ruhestand antritt, muss nicht aufhören zu wirken – im Gegenteil. Genau diese Überzeugung vertritt Prof. Dr. Hans-Joachim Schäfers, der am Mittwoch, 22. April, um 19 Uhr im Homburger Vin!oh am Marktplatz zu Gast sein wird. Im Rahmen der Talkreihe „Altersbilder: neu denken“ spricht er mit Moderatorin Barbara Wackernagel-Jakobs über seinen ganz persönlichen Umgang mit dem Älterwerden. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig.

Schäfers leitete 28 Jahre lang die Klinik für Thorax- und Herz-Gefäßchirurgie an der Universität des Saarlandes in Homburg. Seit 2023 ist er offiziell im Ruhestand, doch von Stillstand kann keine Rede sein. National wie international nimmt er weiterhin vielfältige Aufgaben wahr. Sein Credo dabei: Brüche vermeiden. Berufliche Lebensumstände sollte man eher umbauen und verändern, statt sie abrupt abzubrechen. Ein Gedanke, der weit über die Medizin hinausreicht und viele Menschen in ähnlichen Lebensphasen ansprechen dürfte.

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Die Talkreihe wird von der Homburger Akademie für Ältere organisiert und hat sich in den vergangenen Semestern als feste Größe im Veranstaltungskalender der Kreisstadt etabliert. Konzipiert und moderiert wird sie von Barbara Wackernagel-Jakobs, der ehemaligen saarländischen Sozialministerin. Ihr Ansatz: Menschen zwischen 60 und 90 vorstellen, die tradierte Vorstellungen vom Alter hinterfragen, weil sie entweder ihre bisherigen Aufgaben konsequent weiterverfolgen oder sich mit Neugier völlig neuen Projekten widmen.

Dass dieses Konzept aufgeht, zeigte bereits die Auftaktveranstaltung des laufenden Semesters. Als Wackernagel-Jakobs die Sängerin Ingrid Peters zum Gespräch begrüßte, war das Vin!oh am Marktplatz bis auf den letzten Platz besetzt. Die Reihe trifft offenbar einen Nerv, weil sie keine abstrakten Ratschläge liefert, sondern konkrete Lebenswege sichtbar macht – Menschen, die andere anregen und ermutigen, wie es die Veranstalter formulieren.

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Patricia Hans von der Akademie für Ältere blickt dem Abend mit Schäfers erwartungsvoll entgegen. Es dürfte aufschlussreich werden, mehr über seinen Weg zu erfahren, sagte sie mit Blick auf den Herzchirurgen, der den Übergang vom Klinikalltag in eine neue Lebensphase bewusst als fließenden Prozess gestaltet hat. Wer sich davon inspirieren lassen möchte, kann am 22. April einfach vorbeikommen – ohne Voranmeldung, ohne Kosten, dafür mit der Aussicht auf ein Gespräch, das zeigt, wie viel Gestaltungsspielraum die Jahre jenseits der Erwerbsarbeit bieten können.

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