Übergabe der Experimentenkoffer für die Jugendfeuerwehren im Saarpfalz-Kreis an die Wehrführer in den Kommunen Foto: Anika Bäcker
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Die Jugendfeuerwehren im Saarpfalz-Kreis haben als erste im gesamten Saarland neue Experimentenkoffer erhalten, die den Nachwuchs künftig praxisnah an die Grundlagen des Brandschutzes heranführen sollen. Bei einem Übergabetermin in Homburg am 15. April nahmen die Gemeinde- und Stadtjugendbeauftragten aller sieben Wehren im Kreisgebiet die Materialien entgegen – begleitet von Landrat Frank John und Kreisbrandmeister Thomas Hauck, die den Termin persönlich wahrnahmen.

Hinter den Koffern steckt ein landesweites Projekt der Saarländischen Jugendfeuerwehr, das vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport finanziell gefördert wurde. Insgesamt 52 Wehren im Saarland sollen mit den Sets ausgestattet werden, die jeweils Material für 38 Versuche rund um die Themen Brennen und Löschen enthalten. Ein umfangreiches Begleitkonzept mit Anleitungen, Sicherheitshinweisen und Erklärvideos ergänzt die praktischen Materialien, damit die Betreuerinnen und Betreuer die Experimente sicher und nachvollziehbar in ihre Ausbildungsarbeit einbinden können.

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Dass das Projekt überhaupt in diesem Umfang realisiert werden konnte, ist dem Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zu verdanken. Um das vorhandene Budget möglichst effizient zu nutzen, wurden die Koffer in Eigenregie bestückt und gepackt. Geschirrtücher und Reinigungsschwämme mussten zugeschnitten, Materialien aus Großgebinden in kleinere Portionen umgefüllt und alles für sämtliche Wehren im Land zusammengestellt werden – ein logistischer Kraftakt, der nur durch gemeinschaftliches Engagement zu stemmen war.

Übergabe der Experimentenkoffer für die Jugendfeuerwehren im Saarpfalz-Kreis an die Wehrführer in den Kommunen
Foto: Anika Bäcker

Dirk Sandmayer, Beauftragter der Kreisjugendfeuerwehr Saarpfalz, stellte den Anwesenden die Inhalte der Koffer vor und ordnete deren Bedeutung für die tägliche Jugendarbeit ein. Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Es war beeindruckend zu sehen, was möglich ist, wenn viele gemeinsam an einem Strang ziehen. Die saarländische Jugendfeuerwehr hat hier eine wirklich eine tolle Arbeit geleistet, von der wir jetzt alle profitieren. Für unsere Nachwuchsarbeit ist dies enorm wertvoll.“

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Auch Landrat John und Kreisbrandmeister Hauck betonten bei der Übergabe ausdrücklich ihren Dank an die Saarländische Jugendfeuerwehr für die Initiative. Dass der Saarpfalz-Kreis als erster Landkreis die Koffer in Empfang nehmen durfte, werteten beide als Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen Kreis und Landesverband. Die Materialien wurden direkt an die Vertreter der einzelnen Kommunen weitergegeben, sodass sie zeitnah in den Übungsbetrieb der Jugendfeuerwehren einfließen können.

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Mit dem Projekt setzt das Saarland auf einen Ansatz, der Theorie und Praxis in der Nachwuchsausbildung enger verzahnt. Statt trockener Lehrstunden können die jungen Feuerwehrleute künftig selbst experimentieren und dabei verstehen, warum bestimmte Stoffe brennen und welche Löschmethoden in welcher Situation wirken. Gerade für die Motivation junger Menschen, sich langfristig im Ehrenamt zu engagieren, dürfte dieser handlungsorientierte Zugang ein wichtiger Baustein sein.

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