Der Elstersteinpark in St. Ingbert bekommt ein neues Gesicht – und die Bagger rollen bereits. Nach rund zwei Jahren Planung und Fördermittelakquise hat der Ortsrat St. Ingbert-Mitte sein Vorhaben nun in die Bauphase gebracht: Zwei Pavillons, 14 Sitzbänke und ein Baumlehrpfad sollen den Park zu einem zeitgemäßen Treffpunkt für alle Generationen machen. Die vorläufige Bausumme liegt bei rund 184.000 Euro, wobei Fördermittel 90 Prozent der Kosten abdecken.
Ortsvorsteherin Irene Kaiser, der Leiter des städtischen Betriebshofs Christoph Anstadt und Bodo Marschall als Mitinitiator und ehemaliges Ortsratsmitglied setzten gemeinsam den symbolischen Spatenstich. Begleitet wurden sie von zahlreichen Orts- und Stadtratsmitgliedern, Vertretern des Seniorenbeirats sowie Mitarbeiterinnen des nahegelegenen Mutter-Kind-Heims. Dass so viele Akteure vor Ort waren, unterstreicht die breite Unterstützung für das Projekt, das als Initiative des Ortsrats St. Ingbert-Mitte entstanden ist.
Herzstück der Umgestaltung ist eine neu angelegte Platzfläche von rund 13 mal zwölf Metern, die entlang des Weges vom Mutter-Kind-Heim in Richtung Weiher entsteht. Im hinteren Bereich wird sie durch mehrreihige Sandsteinquader eingefasst, die sich bewusst an die vorhandene Parkästhetik anlehnen. Auf dieser Fläche werden zwei Pavillons errichtet, die weit mehr als bloße Schattenspender sein sollen. Der größere der beiden misst sieben Meter im Durchmesser und schlägt mit rund 70.000 Euro zu Buche, der kleinere bringt es auf drei Meter Durchmesser bei Kosten von etwa 40.000 Euro. Unter den offenen Dächern sind Musikveranstaltungen, VHS-Kurse oder Angebote des DRK-Mutter-Kind-Heims denkbar – der Park soll damit auch als Veranstaltungsort eine neue Rolle übernehmen.
Für mehr Komfort sorgen 14 neue Sitzbänke, die über das gesamte Areal verteilt werden. Wer sich beim Spaziergang nicht nur ausruhen, sondern auch etwas lernen möchte, findet künftig einen Baumlehrpfad mit 25 Informationsschildern vor. Sie erklären die vorhandenen, teils exotischen Baumarten und laden dazu ein, die Natur im Park bewusster wahrzunehmen. Gerade für Familien mit Kindern und Schulklassen dürfte dieses Angebot einen echten Mehrwert bieten.
Ortsvorsteherin Kaiser brachte die Stoßrichtung des Projekts auf den Punkt: „Mit der Umgestaltung wird der Elstersteinpark nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch funktional weiterentwickelt – als Ort der Begegnung, der Erholung und des Lernens für alle Generationen. Besonders freut es mich, dass wir die nahegelegenen Einrichtungen Mutter-Kind-Heim und Mathildenstift mit einbinden und zukünftig einen attraktiven Treffpunkt anbieten können.“ Dass der Park nicht isoliert gedacht wird, sondern die umliegenden sozialen Einrichtungen aktiv einbezieht, gibt dem Vorhaben eine Dimension, die über reine Grünflächenpflege hinausgeht.
Bis Ende Juli sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein. Dann wird sich zeigen, ob der Elstersteinpark tatsächlich das wird, was sich die Planer vorgenommen haben: ein Ort, an dem Senioren aus dem Mathildenstift, Familien aus dem Mutter-Kind-Heim und Spaziergänger aus der Nachbarschaft gleichermaßen zusammenfinden. Die Voraussetzungen dafür sind mit dem Spatenstich jedenfalls geschaffen.



















