Foto: Globus SB-Warenhaus

Weil die Impfkampagne nur schleppend verläuft, ist im Kampf gegen die Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen zunehmend das Testen in den Vordergrund gerückt. In Homburg gab es in der Nähe des Forums bisher zwei größere Testzentren. Nun wurde auf dem Parkplatz von Globus Homburg-Einöd im Beisein von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) ein weiteres eröffnet. Das Testen soll hier besonders unkompliziert vonstatten gehen.

Vor dem (Ein-)Kauf noch testen – was früher vielleicht beim Autohändler oder im Elektromarkt angesagt war, könnte in der näheren Zukunft in allen wirtschaftlichen Bereichen gang gäbe sein. Aber eben nicht, um ein Produkt auf Mängel hin zu überprüfen, sondern um gewissermaßen den eigene Gesundheitsstatus zu überprüfen. Corona macht es nötig. Und so gibt es neben staatlich organisierten Teststationen vermehrt auch privatwirtschaftlich initiierte Testzentren. Ein solches hat nun auch der Globus in Einöd in Zusammenarbeit mit der Stiftung Herzgesund Saar eingerichtet.

„Wir wollen unseren Kunden und Mitarbeiter ständig die Möglichkeit geben, getestet zu werden, damit eine gewisse Sicherheit da ist“, erläutert Michael Ipfling, der Geschäftsleiter im Globus Einöd die Zielsetzung hinter dem Projekt. „Auch mit Blick auf unsere Außengastronomie, die im Moment noch geschlossen ist, dürfte das Zentrum noch wichtig werden.“

Kaum eröffnet, ließen sich bereits die Ersten testen.
Foto: Bill Titze

Dessen Standort ist der Kundenparkplatz, auf dem nun neben Autos eben auch ein weißes Zelt mit angeschlossenem blauen Baucontainer zu finden ist. Dort können sich alle Bürger von Montag bis Samstag, 10 bis 18 Uhr, einmal wöchentlich kostenlos testen lassen. Der Clou: Eine vorherige Anmeldung ist, im Gegensatz zu den beiden Zentren in der Homburger Innenstadt, nicht notwendig. „Das haben wir mit Absicht so organisiert, damit die Menschen sich auch spontan testen lassen können“, erklärt der verantwortliche Projektleiter von Herzgesund, Michael Hartenbach, im Homburg1-Gespräch. „Die Leute müssen lediglich vor Ort einen Anmeldebogen ausfüllen, eine Datenschutzerklärung unterschreiben und können sich dann testen lassen.“ Das Ergebnis könne man schließlich direkt vor Ort erfahren. Eine App, mit der man das Ergebnis mittels QPR-Code abrufen kann, solle in Kürze kommen.

Foto: Globus SB-Warenhaus

Als erstes wurde Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger getestet, nachdem sie zuvor das Angebot von Globus und Herzgesund gelobt hatte. „Hier wurde Initiative gegriffen, damit die Menschen die Möglichkeit haben, sich selbst Sicherheit zu schaffen, aber auch Schutz für andere zu bieten.“ Auch mit Blick auf den Corona-Stufenplan der saarländischen Landesregierung betonte die stellvertretende Ministerpräsidentin, dass es bei diesen Tests darum gehe, ein Leben mit Corona zu organisieren. Schließlich müsse man versuchen etwas „Klügeres“ anzubieten als einen schlichten Lockdown.

In die gleiche Kerbe schlug auch Bürgermeister Michael Forster. „Solche Zentren geben uns die Möglichkeit, sich wieder einer gewissen Normalität zu nähern. In diesem Sinne sehe ich dieses Angebot auch als tolle Ergänzung für unsere Strategie in Homburg.“ Denn diese bestehe, laut Forster, neben den Impfungen im „Testen, Testen, Testen.“

 

 

 

 

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