von links nach rechts: Die pharmazeutisch-technischen Assistentinnen Katja Recktenwald, Marianne Pfeiffer und Kerstin Mantello sind seit den Anfängen in der alten Apotheke im Jahr 2001 Teil des Teams der Zytostatika-Zubereitung. Foto: UKS
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Hinter den sterilen Türen der Apotheke des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg arbeitet ein Team, dessen Arbeit für viele Krebspatientinnen und -patienten überlebenswichtig ist. Seit einem Vierteljahrhundert werden hier Zytostatika zentral hergestellt – jene hochwirksamen Substanzen, die in der Chemotherapie das Wachstum entarteter Zellen bremsen oder diese gezielt zerstören. Was im Frühjahr 2001 mit pragmatischen Mitteln begann, gilt heute als eine der tragenden Säulen der onkologischen Versorgung am Klinikum.

Die Zahlen, die das Jubiläum begleiten, sprechen für sich. Rund 900.000 patientenindividuelle Zubereitungen sind in den vergangenen 25 Jahren entstanden. Allein im laufenden Betrieb verlassen jährlich etwa 44.000 Zytostatika die Reinräume der Apotheke. Sie erreichen rund 2.800 verschiedene Patientinnen und Patienten, deren Therapien aus mehr als 175 unterschiedlichen Wirkstoffen kombiniert werden. Jede einzelne Zubereitung ist ein Unikat – maßgeschneidert auf Diagnose, Körperdaten und Verlauf.

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„Diese 25 Jahre sind für uns weit mehr als eine Zahl. Es ist ein Vierteljahrhundert Verantwortung für Qualität und Sicherheit – und vor allem für die Patientinnen und Patienten, die sich auf eine wirksame und sichere Therapie verlassen“, betont Dr. Manfred Haber, Leiter der Apotheke des UKS. Die Herstellung erfolge unter Reinraumbedingungen mit modernster Technologie und lückenloser Qualitätssicherung. Standardisierte Prozesse und die hohe Qualifikation der Mitarbeitenden seien dabei gleichermaßen entscheidend.

In den modernen Räumlichkeiten werden sämtliche Umgebungsparameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Raumdrücke werden kontinuierlich gemessen, kontrolliert und dokumentiert.
Foto: UKS

Vor der zentralen Lösung lag die Verantwortung für die Zubereitung auf den einzelnen Stationen – mit allen Risiken, die das für Produkt und Personal bedeutete. Seit 2001 hat die Apotheke diese Aufgabe Schritt für Schritt übernommen. Heute durchläuft jede ärztliche Verordnung vor der Herstellung eine klinisch-pharmazeutische Plausibilitätsprüfung, sämtliche Herstellungs-, Kennzeichnungs- und Lieferschritte werden dokumentiert. Eine computergestützte Therapieerfassung sorgt dafür, dass jede Behandlung nachvollziehbar bleibt.

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Die Anfänge in der alten Apotheke in Gebäude 11 waren von Improvisationstalent und einem klaren Ziel geprägt: die Versorgung der Patienten und den Schutz der Mitarbeitenden gleichermaßen zu verbessern. Mit dem Umzug in die neue Apotheke Ende 2021 hat sich die technische Umgebung grundlegend gewandelt. Das mittlerweile zwanzigköpfige Team arbeitet in Räumen, in denen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Raumdrücke kontinuierlich gemessen, überwacht und protokolliert werden – ein Niveau, das den strengen Vorgaben der Good Manufacturing Practice entspricht.

Zum Jubiläum würdigt das UKS auch jene, die die Abteilung von Beginn an mitgeprägt haben. Drei pharmazeutisch-technische Assistentinnen – Kerstin Mantello, Marianne Pfeiffer und Katja Recktenwald – sowie Apotheker Bernd Ludwig gehören seit der ersten Stunde dazu. „Hier verbindet sich modernste Technik mit einer gewachsenen menschlichen Expertise zu einem System, auf das sich Ärztinnen, Ärzte und vor allem Patientinnen und Patienten verlassen können“, sagt Haber.

Der Blick richtet sich nun nach vorne. Therapien werden komplexer, Qualitätsanforderungen steigen, technologische Innovationen verändern die Abläufe weiter. Mit der langjährigen Erfahrung des Teams und einem hohen Qualitätsanspruch sieht sich die Homburger Einrichtung dafür gut gerüstet – als Schnittstelle, an der pharmazeutisches Wissen und onkologische Behandlung Tag für Tag zusammenfinden.

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