Foto: Julian Adam

Ein abgestürzter Techniker, der in vier Metern Höhe im Sicherungsgurt hängt, und ein zweiter Verletzter, der in einen Fluchtschacht gestürzt ist: Mit diesem fordernden Szenario hat sich die Feuerwehr St. Ingbert-Mitte am vergangenen Montagabend auseinandergesetzt. Die Übung am Hallenbad „das Blau“ stellte die Einsatzkräfte vor genau jene Situationen, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden können.

Unter der Meldung „Person in Notlage – 2 Techniker abgestürzt“ rückten am 20. Juli 2026 speziell ausgebildete Kräfte aus. Ihr Spezialgebiet: die Rettung aus Höhen und Tiefen, eine Disziplin, die weit mehr verlangt als Routine. Am Schornstein des Bades hing eine Puppe im Gurt, die den ersten Verunfallten darstellte. Ihr Kollege war deutlich schwerer betroffen – er lag tief unten im Fluchtschacht des Gebäudes.

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Foto: Julian Adam

Die erste Gruppe konzentrierte sich auf den Patienten am Schornstein. Vorsteigende Retter sicherten die Person zunächst so, dass ein weiteres Abrutschen ausgeschlossen war, und kümmerten sich um die Betreuung des Verletzten. Danach kam ein Flaschenzugsystem zum Einsatz, mit dem die Einsatzkräfte den Patienten behutsam aus seinem Gurt lösten und sicher auf den Boden brachten.

Parallel dazu arbeitete sich ein zweites Team zum Verletzten im Schacht vor. Hier war Präzision gefragt: Mithilfe einer Schleifkorbtrage und der Drehleiter hoben die Kräfte den „Patienten“ schonend aus der Tiefe. Beide Aufgaben liefen zeitgleich – ein Prüfstein nicht nur für die Technik, sondern vor allem für die Abstimmung innerhalb der Gruppen.

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Genau darum ging es den Verantwortlichen. Neben der patientenorientierten und schonenden Rettung standen die Kommunikation im Team und der sichere Umgang mit dem im Löschbezirk vorgehaltenen Spezialgerät im Mittelpunkt. Solche Übungen halten Handgriffe im Gedächtnis, die im Alltag selten gebraucht werden, im Notfall aber sitzen müssen.

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Beide Szenarien wickelten die Einsatzkräfte zügig und zur vollen Zufriedenheit der Übungsleitung ab. Ihren Dank richtete die Feuerwehr an alle Beteiligten – und besonders an die Bäderbetriebsleitung des Schwimmbades „das Blau“, die das Objekt unkompliziert für das Training zur Verfügung gestellt hatte.

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