Ein Angelspiel, das eigentlich für Umweltbildung gedacht war, wurde beim Aktionstag „Homburg lebt gesund“ zum Treffpunkt für politische Debatten. Was als Informationsstand rund um Müllvermeidung und Nachhaltigkeit begann, entwickelte sich für die Homburger Grünen zu einem Tag voller Gespräche, die weit über die ursprünglichen Themen hinausreichten.
Den ganzen Tag über zog der Stand Neugierige an. Viele Besucherinnen und Besucher informierten sich über Zigarettenkippen im öffentlichen Raum, über gesunde Ernährung und über Wege, Abfall im Alltag zu reduzieren. Besonders die Taschenaschenbecher aus Recyclingmaterial fanden regen Zuspruch – ein kleines Mitbringsel, das die Botschaft handfest machte.
Unterstützung kam auch von regionalen Betrieben. Chef Kocht, der Eine Welt Laden, BIO Jung, Délisoeurs und das Reformhaus Escher steuerten Präsente bei, die beim Angelspiel schnell begehrt waren. Für die Veranstalter ein Beleg dafür, dass Nachhaltigkeit und Freude sich nicht ausschließen und dass sich der Einkauf vor Ort lohnt.
Doch das eigentlich Bemerkenswerte war in diesem Jahr ein anderes: der Wunsch nach politischem Austausch. Obwohl „Homburg lebt gesund“ ausdrücklich keine politische Veranstaltung war, wurden die anwesenden Grünen immer wieder auf die aktuelle Lage angesprochen. Es gab kritische Stimmen, viele Fragen und ein spürbares Interesse daran, welche Lösungen die Partei für die Zukunft anbietet.
Auch der saarländische Landtag kam wiederholt zur Sprache. Die Menschen wollten wissen, wofür die Grünen stehen, was sie verändern möchten und mit welchen Inhalten sie in die nächste Wahl gehen. Aus diesen Begegnungen ziehen die Aktiven eine klare Erkenntnis: Gefragt sind keine Versprechen, sondern konkrete Antworten.
Genau darin sehen die Homburger Grünen ihre Aufgabe. Sie wollen die Probleme, die ihnen vor Ort und im ganzen Saarland begegnen, anpacken und ihre kommunale Erfahrung in die Landespolitik einbringen. Der Tag habe einen offenen, kritischen und zugleich wertschätzenden Ton gehabt – ein Austausch, der nach Einschätzung der Veranstalter Mut mache und Hoffnung auf die Zukunft gebe.
Am Ende blieb ein Dank an alle, die vorbeikamen, mitmachten, fragten und ihre Sichtweisen teilten. Die Gespräche, so das Fazit, nehme man mit – für Homburg, für das Saarland und für eine gute Zukunft.




















