Gute Stimmung beim Kaffeenachmittag: Beigeordneter Philipp Scheidweiler (vorne rechts) und Seniorenbeauftragte Gabriele Engel (vorne links) im Austausch mit den Teilnehmenden. Foto: Julie Jager
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Zum zweiten Mal hat die Homburger Seniorenbeauftragte Gabriele Engel zu einem Kaffeenachmittag für ältere Bürgerinnen und Bürger geladen – und zum zweiten Mal war der Andrang groß. In der GenussWerkstatt trafen sich zahlreiche Gäste, um bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch zu kommen. Dass das Format einen Nerv trifft, zeigt nicht nur die Besucherzahl, sondern auch die Überlegung, die Treffen künftig in kürzeren Abständen zu veranstalten.

Der Beigeordnete der Kreisstadt, Philipp Scheidweiler, war ebenfalls vor Ort und suchte gezielt den Dialog mit den Teilnehmenden. Für ihn sind solche Nachmittage mehr als nette Geselligkeit. „Solche Nachmittage sind wichtig, weil sie die Möglichkeit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und in Kontakt zu treten. Gleichzeitig bekommen wir als Stadt wertvolle Rückmeldungen, um unsere Angebote für ältere Menschen noch besser an deren Bedürfnisse anzupassen“, sagte Scheidweiler bei seiner Begrüßung. Die Veranstaltung dient der Stadtverwaltung also auch als direkter Draht zu einer Generation, deren Anliegen im politischen Alltag nicht immer die lauteste Stimme haben.

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Die Idee für das Format stammt nicht vom Schreibtisch, sondern aus der Praxis. Gabriele Engel berichtete, dass in ihren regelmäßigen Sprechstunden immer wieder ein konkreter Wunsch formuliert worden sei: mehr Gelegenheiten, andere Menschen zu treffen und sich auszutauschen. „Gerade für viele ältere Menschen sind solche Treffen eine wichtige Möglichkeit, soziale Kontakte zu pflegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, erklärte die Seniorenbeauftragte. Ihr liegt dabei besonders am Herzen, dass die Nachmittage nicht zur bloßen Routine verkommen. Jeder Termin soll sich wie ein echtes Ereignis anfühlen, auf das man sich freut.

Genau deshalb setzt die Stadt auf ein Konzept, das geselliges Beisammensein mit inhaltlichen Impulsen verbindet. Beim jüngsten Treffen gewährte Karina Kloos vom Homburger Stadtarchiv Einblicke in die Arbeit ihrer Einrichtung – ein Beitrag, der bei den Anwesenden auf großes Interesse stieß. Dieses Prinzip, den Kaffeenachmittag mit einem informativen Programmpunkt zu bereichern, soll auch bei kommenden Terminen beibehalten werden. So entsteht ein Rahmen, der weit über den klassischen Seniorennachmittag hinausgeht und echten Mehrwert bietet.

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Scheidweiler machte deutlich, dass die Stadt auf den direkten Kontakt angewiesen ist, um passende Angebote entwickeln zu können. „Wir wollen Angebote schaffen, die wirklich bei den Menschen ankommen“, betonte er. Ohne den persönlichen Austausch bleibe vieles Spekulation. Auch Engel unterstrich, wie zentral es sei, die ältere Generation aktiv einzubinden und ihre Wünsche ernst zu nehmen, statt über ihre Köpfe hinweg zu planen.

Der nächste Kaffeenachmittag steht bereits fest: Am 20. Mai öffnet die GenussWerkstatt erneut ihre Türen für Begegnung, Gespräche und eine gute Tasse Kaffee. Weitere Informationen will die Stadt zeitnah veröffentlichen. Angesichts des bisherigen Zuspruchs dürfte es sich lohnen, den Termin frühzeitig vorzumerken.

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