Eine Premiere mit Strahlkraft: Erstmals haben die Siebenpfeiffer-Schule und die Oberlin-Schule am Samstag gemeinsame Sache gemacht und in Homburg-Erbach zu einem Schulfest geladen, das weit mehr war als ein heiterer Nachmittag bei Sonnenschein. Die beiden Förderschulen mit den Schwerpunkten Lernen sowie Geistige Entwicklung setzten ein deutliches Signal für gelebte Inklusion – und zogen damit eine beachtliche Zahl an Gästen an.
Unter den Besuchern fand sich politische Prominenz zusammen, die der Bedeutung des Tages Nachdruck verlieh. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot war ebenso vor Ort wie Homburgs Bürgermeister Manfred Rippel, der städtische Inklusionsbeauftragte Thomas Höchst und Erbachs Ortsvorsteher Markus Uhl. Auch Vertreterinnen des saarländischen Bildungsministeriums sowie des Saarpfalz-Kreises als Schulträger ließen sich die Veranstaltung nicht entgehen.
Im Zentrum stand jedoch nicht das Protokoll, sondern die Stimme der Kinder und Jugendlichen. An beiden Schulen werden Partizipation und Mitbestimmung großgeschrieben, und genau diese Haltung prägte den Tag. Die Schülersprecher Mike und Finja richteten eigene Grußworte an das Publikum und betonten, wie viel ihnen daran liege, gemeinsam zu lernen und zu feiern. Musikalische und tänzerische Darbietungen rundeten die Bühnenmomente ab und ernteten kräftigen Applaus.
Für die jungen Besucher hielt das Fest ein dichtgepacktes Mitmachprogramm bereit. Mit einem Abenteuerpass in der Hand zogen Familien von Station zu Station und sammelten Stempel: in der „Skillzone“ mit ihren Geschicklichkeitsspielen, beim Sackhüpfen, bei Wettrennen mit Hunden oder an Bastelangeboten. Besonders dicht umlagert war der Stand der Freiwilligen Feuerwehr Homburg, wo Kinder selbst zum Löschschlauch greifen durften. Ein Eisstand des benachbarten Hauses der Begegnung sorgte für Erfrischung, während eine umfangreiche Tombola mit Preisen regionaler Sponsoren zusätzlich für Spannung sorgte.
Die Verantwortlichen zeigten sich sichtlich bewegt vom Zuspruch. „Wir freuen uns sehr, dass wir erstmals gemeinsam feiern konnten“, sagte Katharina Schaupp, stellvertretende Schulleiterin der Oberlin-Schule, und richtete ihren Dank an alle Sponsoren, Helfer und die mitwirkenden Eltern. Ohne deren Engagement, so machte sie deutlich, wäre ein Tag dieser Größenordnung nicht zu stemmen gewesen.
Christian Kopp, kommissarischer Schulleiter der Siebenpfeiffer-Schule, ordnete das Erlebte in einen größeren Zusammenhang ein: „Durch gemeinsames Lernen und Erleben entdecken Kinder und Jugendliche ihre Gemeinsamkeiten. Das fördert Respekt, Toleranz und ein gutes Miteinander.“ Genau diese Botschaft war an jeder Station des Festes spürbar – ob beim gemeinsamen Spiel, beim Zuhören oder beim Anstehen an der Tombola.
Am Ende des Tages stand fest: Die hohe Besucherzahl und die durchweg positive Resonanz haben dem ersten gemeinsamen Schulfest der beiden Erbacher Förderschulen ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Vor allem aber hinterlässt die Veranstaltung ein sichtbares Zeichen dafür, dass Inklusion in Homburg-Erbach kein abstrakter Begriff ist, sondern ein gelebter Alltag, der Schulen, Familien und die Stadtgesellschaft zusammenbringt.

















