Der Bostalsee - Foto: Shoran Soltani
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Steile Felsen, weite Rheinblicke, ein Hauch von Sagenwelt: Die Loreley bei St. Goarshausen zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen am Mittelrhein. Doch wer an einem sonnigen Wochenende auf das Plateau möchte, teilt sich den berühmten Ausblick oft mit vielen anderen. Der Andrang konzentriert sich auf wenige zentrale Aussichtspunkte.

Ähnlich sieht es an der Saarschleife aus. Seit der Baumwipfelpfad 2016 eröffnet wurde, hat sich die Cloef zu einem der meistbesuchten Ziele des Saarlands entwickelt. Rund 700.000 Menschen kommen jährlich hierher. An guten Tagen wird es rund um Plattform und Pfad entsprechend eng.

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Dass es auch anders geht, zeigt das Reiseportal kurzurlaub.de. Für Reisende, die Flusslandschaften, historische Orte und markante Aussichten suchen, hält die Region gleich mehrere ruhigere Alternativen bereit. Vier davon stellt das Portal näher vor: Burg Rheinfels, Bacharach, Saarburg und den Bostalsee.

Nur wenige Kilometer von der Loreley entfernt thront Burg Rheinfels oberhalb von St. Goar. Die Anlage gehört zu den größten Burgruinen am Rhein und bietet deutlich mehr Bewegungsfreiheit als ein einzelner Fotospot. Über Kasematten, Wehrgänge und Mauerreste führen verschiedene Wege, und von zahlreichen Stellen fällt der Blick über den Strom auf die gegenüberliegenden Hänge. Wer mag, verbindet den Besuch mit einem Bummel durch St. Goar oder einer Wanderung entlang des Mittelrheins.

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Wer historische Gassen und Rheinromantik im Kleinen sucht, wird in Bacharach fündig. Die Weinstadt lebt von Fachwerkhäusern, alten Befestigungsresten und gemütlichen Weinlokalen. Hoch über der Altstadt wacht Burg Stahleck, und von den erhöhten Wegen reicht der Blick über die Dächer bis zum Fluss. Der Rheinburgenweg und die umliegenden Weinberge machen den Ort zudem zu einem guten Ausgangspunkt für Touren, bei denen sich Geschichte, Wein und Landschaft mühelos verbinden lassen.

Im Saarland empfiehlt sich Saarburg als Gegenentwurf zur überlaufenen Saarschleife. Das Besondere liegt hier mitten im Zentrum: Ein rund 20 Meter hoher Wasserfall stürzt zwischen Häusern und Felsen durch die historische Altstadt. Ringsum warten schmale Gassen, alte Gebäude und das Viertel Klein Venedig, oberhalb die Burgruine Saarburg mit Rundblick. Weil sich die Sehenswürdigkeiten über mehrere Straßen und Höhenlagen verteilen, bleibt viel Raum für einen ausgedehnten Spaziergang samt Einkehr.

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Wer den Kurzurlaub lieber am Wasser verbringt, findet am Bostalsee eine vierte Möglichkeit. Der rund 120 Hektar große Stausee im Naturpark Saar-Hunsrück bietet Strände, Liegewiesen und verschiedene Wassersportangebote. Ein Rundweg lädt zum Wandern und Radfahren ein, und die große Ufer- und Wasserfläche sorgt dafür, dass sich die Aktivitäten verteilen. Auch Abstecher in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald lassen sich gut anschließen.

Loreley und Saarschleife bleiben zu Recht Wahrzeichen ihrer Regionen. Wer sie entspannt erleben will, kann den Trubel oft mit einer frühen Anreise, einem Besuch unter der Woche oder einem Aufenthalt außerhalb der Hauptsaison umgehen. Für alle, die bewusst nach anderen Zielen Ausschau halten, zeigen die vier vorgestellten Orte, wie vielseitig sich Rheinland-Pfalz und das Saarland zwischen Fluss, Geschichte und Natur entdecken lassen.

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