Bild: Stephan Bonaventura
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Flutlicht, Heimspiel, Saar-Pfalz-Duell – und drei Punkte, die der FC 08 Homburg dringend gebrauchen kann. Am heutigen Mittwoch empfängt der FCH um 19 Uhr die U21 des 1. FC Kaiserslautern im Waldstadion. Nach fünf Spieltagen stehen die Grün-Weißen bei sieben Punkten. Die Leistungen waren mit Ausnahme des schwachen Auftritts in Freiberg durchaus ordentlich bis gut. Das Problem: Zu selten hat Homburg durch eigene Versäumnisse daraus den entsprechenden Ertrag gemacht.

Durch den Sieg von Spitzenreiter Kickers Offenbach am Dienstag ist die Lücke nach ganz oben auf neun Punkte angewachsen. Von einer Vorentscheidung kann Anfang September keine Rede sein, zumal der FCH ein Spiel weniger absolviert hat. Mit einem Heimsieg könnte Homburg aber den Kontakt zum oberen Drittel halten und sich tabellarisch wieder etwas nach vorne schieben.

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Dass mehr Punkte möglich gewesen wären, zeigte zuletzt das 1:1 in Mannheim. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte erspielte sich der FCH im zweiten Durchgang zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten, traf mehrfach Aluminium und bekam in der Nachspielzeit zudem einen regulären Treffer aberkannt. Schon gegen die Stuttgarter Kickers war das Problem ähnlich: Bis zum Strafraum sah vieles ordentlich aus, dort fehlte die letzte Konsequenz.

Roland Seitz macht deshalb aus dem Auftrag für Mittwoch kein Geheimnis. Auf die Frage, was seine Mannschaft gegen Kaiserslautern besser machen müsse, antwortete er knapp: „Die Dinger reinschießen.“ Seine Forderung: „Im Prinzip so spielen wie in der zweiten Halbzeit und da die Dinger einfach reinschießen.“ 

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Ein Selbstläufer wird das gegen den Aufsteiger trotzdem nicht. Die U21 des FCK ist nach neun Jahren zurück in der Regionalliga und steht mit fünf Punkten auf Rang 13. Nach deutlichen Niederlagen gegen Freiberg und Offenbach stabilisierte sich die Mannschaft zuletzt: Gegen Walldorf gab es ein 3:3, gegen Steinbach ein 0:0 und am Wochenende mit dem 1:0 gegen Fulda den ersten Saisonsieg.

Seitz warnt deshalb ausdrücklich davor, sich von den hohen Niederlagen täuschen zu lassen. „U-Mannschaft ist ja immer schwierig. Man weiß ja nie, was einen erwartet“, sagt der FCH-Trainer. Systeme könnten kurzfristig verändert werden, ebenso könnten Spieler aus dem Profikader hinzukommen. Trotzdem formuliert er die Erwartung klar: „Wir sind schon in der Pflicht, zu Hause den 3er zu holen.“ 

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Für Tim Steinmetz ist die Partie auch persönlich interessant. Neun Jahre spielte der Homburger Außenverteidiger in der Nachwuchsabteilung des FCK und trifft noch auf frühere Trainer und Betreuer. Einen besonderen Derbydruck verspürt er dennoch nicht. Viel wichtiger sei, wie der FCH selbst auftritt: „Intensität. Dann auch wieder Cleverness im Ballbesitz vor allem. Die Chancen, die wir dann haben, müssen wir machen. Und hinten eine gute Absicherung.“ 

Gerade defensiv muss Seitz umbauen. Michael Heilig fehlt nach seiner Roten Karte in Mannheim und wurde für zwei Spiele gesperrt. In der Innenverteidigung spricht deshalb vieles dafür, dass Aaron Manu neben Phillipp Steinhart beginnt. Weitere neue Ausfälle kamen nach dem Mannheim-Spiel immerhin nicht hinzu.

Die Personalsituation bleibt trotzdem angespannt. Frederik Schumann, Jacob Roden und Nico Jörg fehlen langfristig beziehungsweise befinden sich noch im Aufbau, Michael Guthörl steht wegen muskulärer Probleme ebenfalls nicht zur Verfügung. Fehlen bei einem ohnehin nicht übergroßen Kader fünf Spieler, reduziert sich auch die Zahl der Möglichkeiten, während eines Spiels personell neue Impulse zu setzen.

Ist der Kader vollständig, besitzt Homburg auf vielen Positionen durchaus Konkurrenz und Flexibilität. Momentan fehlt diese Breite allerdings gerade dort, wo sie in engen Spielen helfen könnte. Auf Schumanns Kreuzbandriss reagierte der Verein mit der Verpflichtung von Kristijan Taseski. Für den langfristig verletzten Roden kam bislang (noch) keine weitere offensive Verstärkung.

Gegen Kaiserslautern wird es deshalb vor allem auf die vorhandene Mannschaft ankommen. Der FCH muss von Beginn an die Intensität annehmen, die junge Teams traditionell mitbringen, darf sich aber gleichzeitig nicht zu hektischem Fußball verleiten lassen. Entscheidend wird erneut sein, aus den eigenen guten Phasen endlich mehr zu machen – und den Gegner nicht erst durch vergebene Möglichkeiten im Spiel zu halten.

Nach fünf Spieltagen ist es zu früh, von einem richtungsweisenden Spiel zu sprechen. Klar ist aber ebenso: Sieben Punkte aus fünf Partien sind angesichts der bisherigen Leistungen eher zu wenig als zu viel. Will sich der FCH im oberen Drittel festsetzen, sollte gegen Kaiserslautern vor heimischem Publikum nachgelegt werden. Die spielerischen Ansätze dafür waren zuletzt vorhanden. Jetzt fehlen vor allem die Tore.

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