Timo Schulz aus dem saarländischen Siersburg steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Mit seinem Sieg bei der Rali Ceredigion im walisischen Bergland hat der ADAC-Saarland-Förderpilot die Tabellenspitze der Junior-Europameisterschaft übernommen – und darf sich beim Finale in Portugal berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen.
Das Wochenende in Wales verlief für Schulz und seine Beifahrerin Maresa Lade nach Maß. Gemeinsam mit dem belgischen Team um Tom Heindrichs und Jonas Schmitz lieferten sich die beiden Opel-Junioren ein Duell, das an Spannung kaum zu überbieten war. Nach zwölf Wertungsprüfungen und 132 zurückgelegten WP-Kilometern lagen beide Fahrzeuge am Samstagabend gerade einmal acht Zehntelsekunden auseinander.
Die Entscheidung fiel schließlich auf der 14. Wertungsprüfung. Heindrichs rutschte neben die Piste und beschädigte seinen Opel Corsa Rally4 so schwer, dass an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war. Damit war der Weg für Schulz frei, der das Ziel mit einem Vorsprung von 13,9 Sekunden erreichte.
Auf dem zweiten Platz landeten der letztjährige Junior-Vizeeuropameister Ioan Lloyd und sein Beifahrer Sion Williams, die ebenfalls einen von Stohl Racing eingesetzten Corsa Rally4 pilotierten. Für Schulz war es der zweite Saisonsieg und insgesamt der dritte Laufsieg in der Junior-Europameisterschaft.
„Besser hätte es für uns kaum laufen können“, freute sich der 27-Jährige nach dem Rennen. Mit Blick auf das anstehende Saisonfinale ergänzte er: „Jetzt haben wir uns für Portugal eine gute Ausgangsposition verschafft und freuen uns riesig darauf.“
Dieses Finale steigt vom 23. bis 25. Oktober auf den anspruchsvollen Schotterpisten rund um Fafe im Norden Portugals. Dort kommt es zum direkten Titel-Showdown zwischen Schulz und Heindrichs, der trotz seines Ausfalls in Wales weiterhin alle Chancen auf den JERC-Titel besitzt. Für den Piloten aus dem Saarland ist es die Gelegenheit, seine Saison mit dem Gewinn der Europameisterschaft zu krönen.




















