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Von einem stabilen Aufschwung könne noch keine Rede sein: So bewertet der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Zwar zeige sich die deutsche Außenwirtschaft weiterhin widerstandsfähig, doch das allein reiche nicht aus. „Die Politik muss durch grundlegende Reformen den Standort stärken und die Unternehmen entlasten“, mahnt BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura.

Die am Montag von Destatis veröffentlichten Daten zeichnen ein durchwachsenes Bild. Im Juli 2026 gingen die deutschen Exporte gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 0,8 Prozent zurück, die Importe sackten sogar um 5,7 Prozent ab. Im Jahresvergleich sieht die Lage freundlicher aus: Gegenüber Juli 2025 legten die Ausfuhren um 6,1 Prozent zu, die Einfuhren um drei Prozent.

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Doch Jandura warnt davor, sich von diesen nominalen Werten blenden zu lassen. Die schwankenden Zahlen offenbarten vielmehr, wie brüchig die wirtschaftliche Lage nach wie vor sei. „Deutschland ist noch lange nicht über den Berg“, so der Verbandschef. Erste Reformen habe die Bundesregierung zwar angestoßen, doch man stehe damit erst am Anfang eines langen Weges.

Sein Forderungskatalog fällt konkret aus. Nötig seien niedrigere Energie- und Standortkosten, weniger bürokratische Hürden, bessere Bedingungen für Investitionen sowie eine Handelspolitik, die deutschen Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten verschafft. Gerade jetzt dürfe der Reformkurs nicht ins Stocken geraten. „Alle Parteien der Bundesregierung müssen jetzt Kurs halten und Tempo machen“, verlangt Jandura. Wachstum und neue Dynamik seien nur durch weitere Reformen zu erreichen, nicht durch politischen Stillstand.

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Besonders eindringlich weist der BGA-Präsident auf die Preiseffekte hin, die hinter den vermeintlich guten Zahlen stecken. Die Exportpreise lagen im Juli 4,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Ein nominales Plus von 6,1 Prozent bedeute deshalb keineswegs, dass tatsächlich entsprechend mehr Waren das Land verlassen hätten. Noch deutlicher fällt der Effekt bei den Importen aus, wo die Preise um 6,8 Prozent stiegen.

„Hinter guten nominalen Zahlen steckt also nicht automatisch entsprechend mehr Absatz“, stellt Jandura klar. Die steigenden Importpreise bedeuteten zudem zusätzliche Kosten für die Unternehmen und schwächten deren Position im internationalen Wettbewerb. Widerstandskraft, so das Fazit des Verbandes, sei ein Anfang. Für einen echten Aufschwung brauche es jedoch deutlich mehr politischen Willen.

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