An der Albert-Weisgerber-Schule in St. Ingbert wird derzeit gehämmert, gemessen und montiert: Insgesamt 111 Fenster des Gebäudes werden komplett ausgetauscht. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden energetischen Sanierung der Gebäudehülle und soll den laufenden Betrieb der Schule deutlich effizienter und nachhaltiger machen.
Im Mittelpunkt steht die energetische Qualität des Baus. Alte Fensteranlagen zählen zu den größten Schwachstellen, wenn es um Wärmeverluste geht. Mit modernen Elementen lässt sich hier viel einsparen – ein Gewinn für das Klima und für die Betriebskosten der Stadt gleichermaßen.
Besondere Rücksicht nimmt das Projekt auf die Geschichte des Hauses. Die Schule stammt aus dem Jahr 1952 und besitzt eine hohe baukulturelle Substanz. Damit das äußere Erscheinungsbild erhalten bleibt, verzichtet man bewusst auf außenliegende Verschattungen, die das historische Fassadenbild stören würden.

Stattdessen kommen Holz-Aluminium-Verbundfenster mit Dreifachverglasung zum Einsatz. Das Besondere: Die solarbetriebenen Jalousien liegen direkt zwischen den Scheiben. Diese Lösung sorgt vor allem im Sommer für den nötigen Wärmeschutz, ohne die Optik des Gebäudes zu verändern.
Zusammen mit einem abgestimmten Lüftungskonzept soll so verhindert werden, dass sich Klassenzimmer, Lehrerzimmer und weitere Aufenthaltsräume in den warmen Monaten aufheizen. Ein praktischer Nebeneffekt der innenliegenden Beschattung: Sie funktioniert unabhängig von Wind und Wetter und muss bei Sturm nicht eingefahren werden.
Finanziert wird das Vorhaben nicht allein aus städtischen Mitteln. Die Europäische Union beteiligt sich über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms EFRE Saarland 2021–2027. Vermittelt wird die Kofinanzierung über das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes. Weitere Informationen zum Projekt stellt die Stadt St. Ingbert auf ihrer Internetseite bereit.




















