Celia Pelaz (48) wird zum 1. Oktober 2026 CEO „Defence & New Space“ von Schaeffler. Foto: Celia Pelaz

Schaeffler holt eine Schwergewichtsmanagerin aus der Rüstungs- und Raumfahrtbranche an Bord: Celia Pelaz übernimmt zum 1. Oktober 2026 die Position des CEO „Defence & New Space“ und führt damit die Geschäfte der STech Defence GmbH, einer eigens gegründeten Tochtergesellschaft des Konzerns. Mit dieser Personalie unterstreicht der fränkische Automobil- und Industriezulieferer, wie ernst er es mit dem Vorstoß in militärische und raumfahrttechnische Märkte meint.

Die 48-jährige Managerin bringt mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung in einem Geschäftsfeld mit, das politisch und wirtschaftlich gerade enorm an Bedeutung gewinnt. Zuletzt war Pelaz seit Anfang 2025 Chief Operating Officer und Mitglied des Management Boards bei Spire Global, einem führenden Anbieter von Satellitendaten und -analysen. Davor prägte sie über Jahre hinweg die deutsche Verteidigungsindustrie.

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Ihre berufliche Laufbahn begann Pelaz im Jahr 2001 beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS, dem späteren Airbus Defence & Space. Dort durchlief sie bis 2014 verschiedene Stationen in den Bereichen Operations, Vertrieb und Projektmanagement. Anschließend verantwortete sie als Leiterin Transformation & Corporate Secretary jenen Carve-Out-Prozess, aus dem schließlich die Hensoldt AG hervorging.

Bei dem Sensorspezialisten aus Taufkirchen stieg sie rasch auf: Zunächst leitete sie Internationale Entwicklung, Strategie und Unternehmensfunktionen, später die Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions. Im Juli 2021 rückte sie als Chief Strategy Officer in den Vorstand auf, ehe sie das Amt der COO übernahm, das sie bis August 2024 ausübte. Studiert hat die Spanierin mit deutscher Staatsbürgerschaft Technisches Ingenieurwesen an der Escuela Universitaria de Industria, Comercio y navegación de Bilbao.

An ihrer Seite stehen in der Münchner STech Defence GmbH zwei weitere Führungskräfte: Manfred Homm (60) verantwortet als CTO die technologische Ausrichtung, während Dr. Christopher Köth (42) die Finanzen vorerst interimistisch führt. Die Ende 2025 gegründete Gesellschaft soll sich als bevorzugter Partner der deutschen und europäischen Rüstungs- und Raumfahrtindustrie positionieren – gestützt auf die jahrzehntelange Entwicklungs- und Fertigungskompetenz des Mutterkonzerns.

Welches Gewicht der Vorstand dieser Personalentscheidung beimisst, machte Konzernchef Klaus Rosenfeld unmissverständlich klar. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Celia Pelaz eine der profiliertesten und erfahrensten Managerinnen der europäischen Rüstungs- und Raumfahrtindustrie für Schaeffler gewinnen konnten“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Mit ihrer Führungsstärke werde sie einen wichtigen Beitrag leisten, das neue Wachstumsfeld zukunftsorientiert zu gestalten. Als Motion Technology Company sei Schaeffler „wie kaum ein anderer internationaler Zulieferer prädestiniert, in den Bereichen Verteidigung und New Space signifikant zu wachsen“.

Dahinter steht eine klare strategische Ambition: Bis zum Jahr 2035 will der Konzern aus Herzogenaurach zehn Prozent seines Umsatzes außerhalb des Kerngeschäfts erwirtschaften. Zu diesen neuen Feldern zählen neben Verteidigung und New Space auch die humanoide Robotik. Das Unternehmen, das weltweit rund 110.000 Mitarbeitende an mehr als 250 Standorten in 55 Ländern beschäftigt, sucht damit Wachstum jenseits seines traditionellen Automotive-Geschäfts – und setzt mit Pelaz auf eine Managerin, die sowohl die etablierte Verteidigungsindustrie als auch das dynamische Feld der kommerziellen Raumfahrt aus eigener Anschauung kennt.

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