Symbolbild
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Wer in die Geschichte von St. Ingbert eintauchen möchte, braucht künftig weder einen Lesesaal noch einen Computerarbeitsplatz. Das digitale Zeitungsarchiv der Stadt ist ab sofort direkt über die INGO-App auf dem Smartphone abrufbar. Damit wandert ein bedeutender Teil des kulturellen Gedächtnisses in die Hosentasche der Bürgerinnen und Bürger.

Was bisher nur am heimischen Rechner möglich war, lässt sich nun mit wenigen Fingertipps von unterwegs erledigen. Ob auf der Parkbank, im Wartezimmer oder auf der Couch: Die historischen Ausgaben sind jederzeit verfügbar. Für ein Archiv, das den Zugriff auf vergangene Jahrzehnte ermöglichen soll, ist das ein spürbarer Sprung in der Reichweite.

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Technisch steht hinter dem Angebot eine leistungsfähige OCR-Texterkennung. Sie übersetzt die alten Druckseiten in durchsuchbare Inhalte, sodass sich gezielt nach einzelnen Namen, Straßenzügen oder historischen Ereignissen fahnden lässt. Das mühsame Durchblättern Seite für Seite entfällt, die Recherche wird zur Sache von Sekunden. Zugleich wächst der Bestand kontinuierlich, weil das Stadtarchiv weitere Jahrgänge digitalisiert und einspeist.

Die Verantwortlichen halten sich dabei strikt an den DFG-Standard der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Dieser sorgt nicht nur für eine hochwertige Bildqualität, sondern auch dafür, dass die Daten langfristig gesichert bleiben. Ein besonderer Service ist der kostenfreie Download aller historischen Zeitungsseiten. Für Ahnenforscher, Studierende oder schlicht Neugierige eröffnet das einen unkomplizierten Weg, eigene Erinnerungen, Familiengeschichten oder wissenschaftliche Fragestellungen mit Quellen zu unterfüttern.

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Dr. Heidemarie Ertle, Leiterin des Stadtarchivs, sieht in der Einbindung einen echten Meilenstein. „Mit der Einbindung des Zeitungsarchivs in die INGO-App wird Stadtgeschichte so einfach zugänglich wie nie zuvor. Historische Informationen und Ereignisse können nun jederzeit und von überall recherchiert werden“, erklärt sie. Es gehe darum, einen niedrigschwelligen Zugang zum kulturellen Erbe zu schaffen und Geschichte für alle Bürgerinnen und Bürger erlebbar zu machen.

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Die Stadt verknüpft mit dem Schritt zwei Anliegen: Sie modernisiert ihre digitalen Angebote und öffnet zugleich ihr Archiv für ein breiteres Publikum. Wer sich bisher nicht in eine Lesestube wagte, stößt nun beiläufig über das Smartphone auf alte Schlagzeilen, Anzeigen und Berichte. Weiterführende Informationen zur Stadt-App INGO stellt die Verwaltung über ihre städtische Internetseite bereit.

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