Das Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg Saarbrücken - Quelle: Klinikum Saarbrücken
Anzeige

Auf dem Winterberg in Saarbrücken ist zum Jahresbeginn eine neue Struktur in der Inneren Medizin an den Start gegangen. Das Klinikum Saarbrücken hat vier bislang getrennt organisierte Fachbereiche unter einem gemeinsamen Dach gebündelt. Das neue Zentrum für Innere Medizin soll den Umgang mit komplexen Krankheitsbildern vereinfachen und die Versorgung der Patientinnen und Patienten besser aufeinander abstimmen.

Im Zentrum für Innere Medizin (ZIM) arbeiten seit Anfang 2026 die Kardiologie, Gastroenterologie, Pneumologie und Onkologie enger zusammen. Ziel ist es, Abläufe zu straffen, Doppelstrukturen abzubauen und Entscheidungen schneller zu treffen. „Es ist nicht nur ein Zusammenschluss auf dem Papier, sondern ein bewusstes medizinisches Konzept“, sagte Zentrumsleiter Prof. Dr. Florian Custodis. Nach seinen Worten profitieren Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, gemeinsamen schnellen Entscheidungsprozessen und einer ganzheitlich abgestimmten Behandlung zwischen Kardiologen, Pneumologen, Gastroenterologen und Onkologen.

Anzeige

Die Klinikleitung sieht das neue Zentrum als Antwort auf die wachsenden Anforderungen in der Inneren Medizin. „Die Innere Medizin steht heute vor der Herausforderung, einerseits hoch spezialisiert zu sein, und andererseits, immer komplexere Patientinnen und Patienten ganzheitlich zu betreuen“, erklärte Dr. Christian Braun, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Klinikums. „Mit dem Zentrum für Innere Medizin schaffen wir eine Struktur, die diesem Anspruch gerecht wird.“ Der Zentrumsansatz soll neue Formen der Abstimmung ermöglichen, gemeinsame Behandlungsstrategien fördern und die Vernetzung bei komplexen Krankheitsbildern weiter ausbauen.

Geleitet wird das ZIM von Prof. Dr. Florian Custodis, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin. Er koordiniert die übergeordneten Aufgaben des Zentrums und soll die Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen und ihrer Teams vorantreiben. „Das ZIM ist nicht nur ein Zusammenschluss auf dem Papier, sondern ein bewusstes medizinisches Konzept“, erläuterte Custodis. „Gerade bei Erkrankungen, die mehrere Organsysteme betreffen, profitieren Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, gemeinsamen Entscheidungsprozessen und einer abgestimmten Behandlung.“ Geplant sind strukturierte interdisziplinäre Fallbesprechungen und gemeinsame Behandlungsstandards, um medizinische Qualität, Effizienz und Patientenorientierung zu stärken.

Trotz der neuen Dachstruktur bleiben die vier beteiligten Kliniken fachlich eigenständig. Jede Abteilung wird weiterhin von einem eigenen Chefarzt geführt: Prof. Dr. Florian Custodis verantwortet die Kardiologie, Dr. Klaus Radecke die Gastroenterologie, Felix Stöckle die Pneumologie und Gregg Frost die Onkologie. Das Zentrum versteht sich als zukunftsfähiges Modell moderner Krankenhausorganisation, bei dem Spezialisierung und enge Zusammenarbeit kombiniert werden.

Offiziell vorgestellt werden soll das Zentrum für Innere Medizin im Frühjahr 2026. Geplant ist eine Eröffnungsveranstaltung unter dem Titel „Perspektiven einer integrierten Inneren Medizin“. Termin und Tagesordnung will das Klinikum Saarbrücken zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Das kommunale Haus auf dem Winterberg zählt mit 600 Betten, zahlreichen Fachabteilungen und mehreren zertifizierten Zentren zu den großen Maximalversorgern im Südwesten und versorgt jährlich zehntausende stationäre und ambulante Fälle aus dem Saarland sowie den angrenzenden Regionen Frankreichs und Luxemburgs.

Das Klinikum verweist in diesem Zusammenhang auch auf seine Rolle als Standort für interdisziplinäre Medizin. Neben dem neuen Zentrum für Innere Medizin bestehen bereits weitere spezialisierte Zentren, etwa für Früh- und Neugeborene, Schlaganfälle, schwere Verletzungen, Wirbelsäulenerkrankungen und Herzkreislaufstillstände. Die Zentrale Notaufnahme mit Kindernotaufnahme versorgte 2024 mehr als 50.000 Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen und Schweregrade. Das Klinikum ist zudem Akademisches Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes und beschäftigt insgesamt rund 2700 Mitarbeitende in Klinikum, Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften.

Anzeige

Die Verantwortlichen verbinden mit dem neuen Zentrum die Erwartung, medizinische Kompetenz und organisatorische Abläufe enger zu verzahnen. Durch die Bündelung der Inneren Medizin auf dem Winterberg sollen spezialisierte Behandlung und ganzheitliche Betreuung besser zusammengeführt werden, insbesondere bei Erkrankungen, die mehrere Organsysteme betreffen.

Anzeige