Karten lesen, Tempo halten, blitzschnell den richtigen Pfad wählen: Der Homburger Stadtpark verwandelte sich kürzlich in eine grüne Arena für den schulischen Orientierungslauf, bei dem rund 130 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Saarland antraten. Gefragt waren nicht nur kräftige Beine, sondern auch ein klarer Kopf für taktische Entscheidungen zwischen Wiesen, Wegen und Baumgruppen.
Mitten im Trubel begleitete der Homburger Beigeordnete Philipp Scheidweiler die Siegerehrung. Gemeinsam mit Ralf Döllgast, Landesfachwart Orientierungslauf des Saarländischen Turnerbundes, und Rainer Huwer, Vizepräsident des TG Saarpfalz, überreichte er Pokale und Urkunden an die schnellsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
„Wir freuen uns sehr, dass Homburg Austragungsort dieser besonderen Sportveranstaltung war“, sagte Scheidweiler. Der Stadtpark biete ideale Voraussetzungen, und man habe gerne dazu beigetragen, die Anlage vorzubereiten. „Solche Veranstaltungen verbinden Bewegung, Teamgeist und Naturerlebnis auf eine ganz besondere Weise.“

Damit der Wettkampf reibungslos ablaufen konnte, hatte die Stadt im Vorfeld kräftig mitgearbeitet. Wiesenflächen wurden gemäht, Wege hergerichtet, Bedingungen geschaffen, unter denen die jungen Läuferinnen und Läufer sicher unterwegs sein konnten. Vertreten waren sieben Schulen: das Christian von Mannlich-Gymnasium Homburg, das Saarpfalz-Gymnasium Homburg, das Johanneum Homburg, das Ludwigsgymnasium Saarbrücken, das Von der Leyen-Gymnasium Blieskastel, das Schengen-Lyzeum Perl sowie die Grundschule Frankenholz.
Getragen wurde der Wettkampf vom Ministerium für Bildung und Kultur. Die organisatorische Verantwortung lag bei der Orientierungslaufgemeinschaft Saar und dem Saarländischen Turnerbund, unter dessen Dach die Sportart im Saarland verankert ist. Unterstützung kam zudem von der Stadt Homburg und vom Christian von Mannlich-Gymnasium.
Das Prinzip des Sports ist so simpel wie fordernd: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bekommt eine spezielle Karte und muss die Kontrollpunkte – die sogenannten Posten – in der richtigen Reihenfolge möglichst schnell ansteuern. Eine festgelegte Strecke gibt es nicht. Wer den klügsten Weg durch den Park findet, gewinnt Zeit. Je nach Altersklasse variierten Länge und Schwierigkeitsgrad deutlich, von kürzeren Runden für die Jüngsten bis zu anspruchsvollen Routen quer durch das gesamte Gelände. Gestartet wurde wahlweise allein oder in Zweier- beziehungsweise Dreierteams.

Foto: Julie Jager
Bei der Siegerehrung fand Scheidweiler herzliche Worte für die Aktiven: „Ich freue mich, dass so viele junge Menschen mitgemacht haben und alle sicher ins Ziel gekommen sind. Die Leistungen und Zeiten in den verschiedenen Altersgruppen waren wirklich beeindruckend. Herzlichen Glückwunsch an alle Schülerinnen und Schüler.“
Bei den Jungen sicherten sich Nico Dorscheid (Saarpfalz-Gymnasium, U20), Jacob Imsweiler (Saarpfalz-Gymnasium, U17), Friedrich Bellaire (Johanneum, U15) und Leopold Köhler (Johanneum, U13) die ersten Plätze. Bei den Mädchen liefen Ida Kreimes und Klara Konz (Von der Leyen-Gymnasium, U20), Rahaf Alshaaban und Sasha Nikitenko (Christian von Mannlich-Gymnasium, U17), Anna Murawski (Johanneum, U15) sowie Lily Kremers und Mathilda Noh (Ludwigsgymnasium, U13) an die Spitze. Den Gesamtsieg und damit den begehrten Wanderpokal holte sich mit 73 Punkten das Christian von Mannlich-Gymnasium Homburg.




















