Foto: Thomas Bastuck

Schwarz-gelbes Absperrband an Eingängen, Plakate an Fassaden, Banner an Bauzäunen: St. Ingbert hat am Montagmorgen, 22. Juni, ein deutlich sichtbares Signal gesetzt. Die Stadt beteiligte sich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“, mit dem Städte, Gemeinden und Landkreise quer durch die Republik auf ihre angespannte Finanzlage aufmerksam machen.

Die Botschaft, die hinter den symbolisch versperrten Türen steckt, richtet sich klar an Bund und Länder. Die kommunale Ebene fordert eine verlässliche, auskömmliche Finanzierung jener Aufgaben, die sie tagtäglich für die Bürgerinnen und Bürger erbringt – von der Kinderbetreuung über die Vereinsförderung bis zur Infrastruktur.

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In St. Ingbert wurde die Aktion an mehreren Stellen im Stadtbild verankert. Städtische Gebäude und Einrichtungen erhielten die markante Bebänderung, in den Ingo-Bussen wiesen Hinweise auf den Hintergrund hin, und auch über die digitalen Kanäle der Stadt wurde die Kampagne flankierend begleitet. Wer an diesem Tag durch das Stadtgebiet kam, konnte den Aufruf kaum übersehen.

Foto: Florian Jung

Zum sichtbaren Höhepunkt wurde eine Personalversammlung vor dem Rathaus: Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung folgten der Einladung von Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und versammelten sich, um die Forderungen der Kommunen gemeinsam zu unterstreichen. Trotz dieser geballten Präsenz auf dem Marktplatz blieben die Verwaltungsleistungen für die Bürgerschaft uneingeschränkt verfügbar – ein Punkt, den der Rathauschef ausdrücklich hervorhob.

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„Die Kommunen sind das Rückgrat staatlichen Handelns vor Ort. Es ist 2 vor 12“, erklärte Meyer vor den versammelten Beschäftigten. Sollten sich die finanziellen Rahmenbedingungen nicht verbessern, drohten konkrete Einschnitte: „Wenn die Lage weiterhin angespannt bleibt, gehen die Lichter sprichwörtlich aus und wir können Leistungen bspw. für Vereine oder im Sport nicht mehr anbieten.“

Die Aktion solle, so der Oberbürgermeister, vor allem eines verdeutlichen: dass die Städte und Gemeinden ihre Belastungsgrenze erreicht haben. St. Ingbert reiht sich damit in eine bundesweite Bewegung ein, die den Finger in eine offene Wunde des föderalen Systems legt – die wachsende Kluft zwischen kommunalen Pflichten und kommunalen Mitteln.

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