Foto: Beate Ruffing
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Eine gelbe Schleife weht künftig regelmäßig vor dem Kreisdienstgebäude in Homburg – als sichtbares Bekenntnis zu denen, die in Uniform für die Bundesrepublik Verantwortung tragen oder getragen haben. Anlass ist der zweite Nationale Veteranentag, den der Deutsche Bundestag 2024 als jährlichen Gedenktag beschlossen hat. Der Saarpfalz-Kreis reiht sich damit in eine bundesweite Initiative ein, die ehemaligen und aktiven Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr Anerkennung und Sichtbarkeit verschaffen will.

Rund um den 15. Juni wird des Tages bundesweit gedacht, die zentrale Feier steigt am 21. Juni am Reichstagsgebäude in Berlin. Auch das Saarland begeht den Termin an diesem Datum mit einer Feierstunde im Landtag, musikalisch begleitet vom Reservistenmusikzug Saarland und mit einer Rede der Ministerpräsidentin. Vorgesehen ist zudem, dass die Landesgruppe Saarland im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr der Landtagspräsidentin die Gelbe Schleife überreicht. In den Rathäusern von Bexbach, Homburg und St. Ingbert ist das Symbol bereits zu sehen.

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Im Vorfeld der Beflaggung am Kreisdienstgebäude empfing Landrat Frank John Oberst Michael G. Kopp, den neuen Kommandeur des Landeskommandos Saarland, sowie Dr. Ingo Gerber, Oberstleutnant der Reserve und Leiter des Kreisverbindungskommandos. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die zivil-militärische Zusammenarbeit sowie die gegenseitige Unterstützung im Katastrophenschutz und in der Krisenvorsorge. Gemeinsam mit Helen Ayer Patton, Gründerin der Patton-Stiftung und Enkelin von General George S. Patton, wurde anschließend die Veteranenflagge gehisst.

Beim Hissen der Veteranenflagge: v.l. Dr. Ingo Gerber, Landrat Frank John, Oberst Michael G. Kopp, Helen Ayer Patton
Foto: Beate Ruffing

„Ich freue mich sehr, wenn mit Veranstaltungen wie der heutigen hier im Saarpfalz-Kreis auf besondere Art und Weise der Veteraninnen und Veteranen im Land gedacht wird und damit auch die Verbundenheit der Bevölkerung zu uns Soldatinnen und Soldaten öffentlich sichtbar zum Ausdruck gebracht wird“, sagte Oberst Kopp. Den emotionalen Bogen über den Atlantik schlug Helen Patton, deren Söhne sowohl die amerikanische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

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„Meine Söhne haben Vorfahren, die als Kriegsveteranen gedient haben – sowohl auf amerikanischer als auch auf deutscher Seite. Jedes Mal, wenn wir die Soldatenfriedhöfe in der Normandie besucht haben, sind wir auch zum deutschen Friedhof gegangen. Die deutschen Soldaten wussten, in welch schrecklicher Lage sie sich befanden.“ Ihre Stiftung engagiert sich für Erinnerungskultur und Friedensförderung und unterstützt Begegnungen von Veteranen und ihren Familien ebenso wie Projekte mit Jugendlichen.

Beim Hissen der Veteranenflagge: v.l. Dr. Ingo Gerber, Landrat Frank John, Oberst Michael G. Kopp, Helen Ayer Patton
Foto: Beate Ruffing

In den Vereinigten Staaten ist der Veterans Day am 11. November gesetzlicher Feiertag und geht auf das Ende des Ersten Weltkriegs zurück. Der Satz „Thank you for your service“ besitzt dort eine besondere emotionale Gewichtung. Genau diese Kultur der Anerkennung soll nun auch hierzulande wachsen. „Der Veteranentag erinnert uns daran, dass dieser Dienst Respekt, Anerkennung und Sichtbarkeit verdient – nicht nur heute, sondern an jedem Tag des Jahres“, betonte Bundestagsabgeordneter Esra Limbacher, Vizepräsident des Reservistenverbands der Bundeswehr.

Für Landrat John, der zugleich die Untere Katastrophenschutzbehörde leitet, ist der Tag auch ein Anlass, das Aufgabenspektrum der Bundeswehr nüchtern einzuordnen. „Das aktuelle Motto ‚Aufrüstung zur Verteidigungsfähigkeit‘ wird in der Gesellschaft und in der Politik unterschiedlich bewertet. Dabei geht es nicht darum, Kriege zu führen.“

Übungen wie die zivil-militärische Großübung „SAAREX 2026“, die am Altstadter Zollbahnhof stattfand, dienten der Vorbereitung auf außergewöhnliche Notlagen. Die Bundeswehr habe Katastrophenschutzbehörden bei Hochwassern und Waldbränden unterstützt und während der Corona-Pandemie dem Gesundheitsamt geholfen. „Mit der Gelben Schleife drücken auch wir unsere Wertschätzung aus“, so John.

Foto: Beate Ruffing
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