Der Beginn des neuen Schuljahres reißt viele saarländische Familien in ein finanzielles Loch. Rund 160 Euro allein für die Schulbuchausleihe über die Landesmedienausleihe – und das pro Kind. Für Die Linke Saar ist damit eine Grenze überschritten. Die Partei fordert kostenfreie Lernmittel und ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Schulen und Kitas.
Die 160 Euro sind dabei nur der Anfang. Hinzu kommen die Ausgaben für Schulmaterial, Sportsachen, den Beitrag zur Klassenkasse und die Verpflegung. In der Summe wird der Schulstart für viele Haushalte zum echten Kraftakt. Wer ohnehin jeden Euro umdrehen muss, gerät dabei besonders schnell unter Druck.

Genau hier setzt die Kritik von Farida Boukari an, Kandidatin der Linken für die Regionalverbandsversammlung und Mitglied des Landesvorstandes. „Gerade für Familien, die ohnehin wenig Geld haben, sind 160 Euro zusätzlich eine enorme Belastung“, sagt sie. Werden diese Kosten nicht vollständig übernommen, entstehe eine neue Hürde – und die soziale Ungleichheit verschärfe sich.
Für Boukari ist das eine Frage der Chancengerechtigkeit. „Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, betont sie. Statt Familien immer neue Steine in den Weg zu legen, brauche es Lösungen, die spürbar entlasten und allen Kindern die gleichen Startbedingungen sichern.
Einen zweiten Hebel sieht die Partei beim Essen. Landesvorsitzender Florian Spaniol rechnet vor, dass ein kostenloses Mittagessen in Kitas und Schulen eine Familie mit zwei Kindern um rund 180 Euro im Monat entlasten würde. Für ihn ist das keine Randnotiz, sondern ein handfester Beitrag zum Haushaltsbudget.
„Wenn wir den Wocheneinkauf von mehr als 100.000 Familien im Saarland bezahlbarer machen wollen, muss das Land seine eigenen Hebel in Bewegung setzen“, so Spaniol. Die Botschaft der Partei ist damit klar: Der Schulstart dürfe keine Kostenfalle sein, sondern müsse für jedes Kind gleichermaßen offenstehen.





















