„Wir haben in den ersten 25 Minuten geschlafen und die Mannheimer haben konsequent ihre Möglichkeiten genutzt“, fasste Luginger die Anfangsphase zusammen. „In der Offensive waren wir in ersten Hälfte zu ungenau.“ Dennoch kam der FCH zu Chancen, so durch Lensch, dessen gut platzierten Schuss Scholz mit einer schönen Parade entschärfte (35.). Aber auch Mannheim hätte noch mehr Tore erzielen können. Kurz vor der Halbzeitpause waren es Sulejmani und Jannik Sommer, die mit ihren Versuchen an Gästetorwart David Salfeld scheiterten (44.). Direkt nach der Pause dann die bisher größte Möglichkeit für die Grün-Weißen. Nach einem wunderschönen Ball von Maurice Neubauer tauchte Bernd Rosinger völlig allein vor Scholz auf, der jedoch noch mit den Fingerspitzen an den Heber des Homburgers herankam (51.). 

„Wir hatten durchaus die Möglichkeit den Anschlusstreffer noch früher zu machen, haben das aber nicht geschafft“, trauerte Luginger unter anderem der Großchance von Rosinger hinterher. Eine weitere Möglichkeit hatte Tom Schmitt , dessen Schuss jedoch weit über das Mannheimer Tor ging (62.). Insgesamt fügte sich der Schuss in die Leistung des Angreifers, der trotz unglücklicher Leistungen in den letzten Partien wiederum in der Startelf stand, das Vertrauen jedoch nicht zurückzahlen konnte. Nachdem Schmitt in der Anfangsphase der Saison einige Tore schön vorbereitet hatte, fehlt ihm seit einiger Zeit die Genauigkeit im Passspiel und die nötige Durchsetzungsfähigkeit, um der Mannschaft weiterhelfen zu können. 

Damit stellt Schmitt jedoch nur ein Spiegelbild der ganzen Mannschaft dar. Ein kleiner Lichtblick war die Leistung von Thomas Steinherr, der nach seiner Einwechslung für Lensch immer wieder für Gefahr sorgte. So auch in der 78. Minute, als nach einer Flanke von Steinherr Patrick Lienhard das Leder aus der Distanz an die Latte knallte und der ebenfalls eingewechselte Christopher Theisen den Abpraller über die Linie drücken konnte. Doch die Freude über den Treffer währte nur kurz, denn lediglich drei Minuten später stellte Sulejmani nach Flanke von Deville den alten Abstand wieder her. Zu allem Überfluss traf dann auch noch Dorian Diring einen Freistoß so optimal, dass es für Salfeld nichts zu halten gab (85.). Damit fiel das Ergebnis mit Sicherheit zu hoch aus, dennoch war der Sieg ohne Frage hochverdient. „Wir müssen aus diesem Spiel lernen und vor allem unsere Möglichkeiten besser nutzen“, versuchte Luginger Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Ob ein Lerneffekt eingesetzt hat, wird dann spätestens am nächsten Samstag zu sehen sein, wenn man zuhause um 14:00 Uhr gegen die TSG Balingen antritt. Hier zählt wohl nur ein Sieg, möchte man nicht in die Nähe bedrohlicher Tabellenregionen abrutschen. 

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