Kaum ist der packende 4:3-Erfolg über den FC Augsburg verarbeitet, steht für die SV Elversberg schon die nächste Prüfung an. An diesem Samstag um 15.30 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Vincent Wagner bei RB Leipzig an – und damit gegen einen Gegner, der gerade in der heimischen Red Bull Arena bislang kaum Angriffsfläche geboten hat.
Das Auswärtsspiel in Sachsen bildet zugleich den Auftakt in die erste englische Woche dieser Bundesliga-Saison. Drei Partien binnen sieben Tagen fordern den Kader. Doch das jüngste Erfolgserlebnis gibt Rückenwind. Wagner zieht ein zufriedenes Fazit: „Ich finde, die Jungs haben das wieder mit Bravour gemeistert. Dass es eng wird, ist auf diesem Niveau klar, aber ich habe ganz viele gute Sachen gesehen und bin einfach froh, wie unsere Jungs in der Lage sind, Fußball zu spielen und wie sie sich an die Bundesliga adaptieren.“
Bei RB Leipzig dürfte die Stimmungslage angespannter sein. Zunächst setzte es ein deutliches 0:6 gegen den FC Bayern München, dann folgte unter der Woche in der Champions League eine 1:4-Niederlage gegen Real Madrid. Auf eigenem Rasen präsentieren sich die Sachsen davon jedoch unbeeindruckt.
Denn zu Hause gehört Leipzig zu den stärksten Teams der Liga. Alle bisherigen Bundesliga-Heimspiele dieser Saison gewann die Mannschaft – und das ohne einen einzigen Gegentreffer. Mit 3:0, 5:0 und 6:0 fielen die Erfolge gegen die bisherigen Gäste zudem reichlich deutlich aus. Für die Elversberger eine Hürde von beachtlicher Höhe.
Wagner macht aus dem Respekt vor dem Gegner keinen Hehl: „Es wartet eine Mannschaft mit extrem hoher Qualität auf uns, die letztes Jahr die zweitbeste Saison ihrer Vereinsgeschichte gespielt hat und trotzdem damit unzufrieden war. Daran sieht man die maximalen Ambitionen von RB.“ Den Spielstil der Leipziger umschreibt er als „mutig, aggressiv und mit hohem Tempo nach vorne“. Dem will die SVE etwas entgegensetzen – und nach zwei torlosen Auswärtsauftritten endlich wieder selbst jubeln.
Wer am Samstag auflaufen kann, dürfte sich angesichts mehrerer angeschlagener Spieler erst kurzfristig klären. Um die Breite seines Kaders sorgt sich der Trainer dennoch nicht. „Ich mache mir gar keine Sorgen, was das Personal angeht, denn wir haben noch viele Optionen. Außerdem bin ich froh, dass sich die Ausfallzeit bei den Verletzungen in Grenzen hält und die Jungs schon bald zurück sind.“ Länger fehlen dürfte hingegen Tom Zimmerschied, der mit einer Sprunggelenksverletzung voraussichtlich bis zur Länderspielpause ausfällt.



















