Foto: Schlossberg-Hotel Homburg
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Wer Geschichte schmecken und erwandern will, bekommt am 26. April in Homburg eine seltene Gelegenheit: Die Saarpfalz-Touristik lädt zu einer kulinarisch-kulturellen Soirée ein, die unter dem Titel „Wanderlust und Tafelfreuden“ ein Drei-Gänge-Menü nach höfischen Originalrezepten des 18. Jahrhunderts mit einer geführten Kulturwanderung rund um den Schlossberg verbindet. Von 16 bis 21 Uhr verschmelzen dabei Landschaft, Barockkultur und Gaumengenuss zu einem Abend, der weit über das übliche Wanderprogramm hinausgeht.

Der Auftakt gehört dem Panorama: Nach einem „Apéro im Grünen“ mit weitem Fernblick führt die rund zweieinhalb Stunden dauernde Wanderung durch einen besonders reizvollen Abschnitt des UNESCO-Biosphärenreservates Bliesgau. Die Route verläuft teilweise auf dem Bliessteig, der 2025 als schönster Wanderweg Deutschlands ausgezeichnet wurde, und berührt zugleich ein Stück des Jakobswegs – Europas bedeutendster Kulturstraße – sowie die vom Deutschen Wanderverband prämierte Qualitätstour „Schlossberg-Tour“. Abseits ausgetretener Pfade warten dabei eher unbekannte Kleinode am Wegesrand, die selbst Ortskundige überraschen dürften.

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Unterwegs erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer en passant Wissenswertes über das Wirken des legendären Festungsbaumeisters Sébastien Le Prestre de Vauban in der Saarpfalz. Die Route ist zugleich Station der „BarockStraße SaarPfalz“ und macht damit greifbar, wie eng die Region zwischen Saar und Pfalz mit der französischen Kultur- und Herrschaftsgeschichte verwoben ist. Festes Schuhwerk und eine gewisse Grundkondition sind für die Strecke empfehlenswert.

Den kulinarischen Höhepunkt bildet ein Abendessen im Restaurant des geschichtsträchtigen Schlossberg-Hotels. Auf den Tisch kommt ein Menü, das sich konsequent an historischen Quellen orientiert: Den Anfang macht eine Wein-Suppe nach höfischem Originalrezept von 1709, gefolgt von einer „Cardinals-Pastete“ – ebenfalls nach einem Rezept von 1709 – mit Salat-Bouquet und „Barockbrot“. Als Dessert wird eine ofenfrische Rahm-Tarte nach einem regionalen Originalrezept von 1769 serviert. Begleitet werden die Gänge von historisch belegten Getränken, die einst an der königlichen Tafel von Versailles geschätzt wurden.

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Zum Abschluss des Abends erwartet die Gäste ein „café à la baroque“ – eines jener einstmals exotischen Luxusgetränke, die im 17. Jahrhundert ihren Weg nach Deutschland fanden. Dazu reicht die Küche „Weingebackenes“, eine hiesige Spezialität nach Originalrezept von 1769. Wer sich also fragt, wie ein Barockmenü tatsächlich geschmeckt haben könnte, bekommt hier eine authentische Antwort.

Der Kostenbeitrag liegt bei 80 Euro pro Person. Darin enthalten sind das komplette Drei-Gänge-Menü mit begleitender Degustation, der Apéro, die geführte Kulturwanderung, der Barockkaffe samt Gebäck sowie umfangreiches weiterführendes Informationsmaterial. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Haupteingang des Schlossberg-Hotels in der Schlossberg-Höhen-Straße 1 in Homburg.

Wer dabei sein möchte, sollte sich bis zum 22. April über den Online-Erlebnisshop der Saarpfalz-Touristik anmelden. Die Plätze dürften angesichts des ungewöhnlichen Formats nicht lange verfügbar bleiben.

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